Infoartikel

Unterkünfte im Kreis sind zu 70 Prozent ausgelastet

Die Unterbringung von Geflüchteten ist für die Landkreise und Kommunen eine Daueraufgabe, auch wenn sich die Lage seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 inzwischen deutlich entspannt hat. Von den etwa 6 500 Plätzen in der vorläufigen Unterbringung sind kreisweit bis zur Stunde nur 1 317 geblieben. 1 044 davon sind zurzeit belegt. Damit liegt die Auslastung der provisorischen Unterkünfte im Kreis bei rund 70 Prozent. In der Unterkunft in Hochdorf sind zurzeit 134 von 158 Plätzen belegt. Das Land macht noch immer Druck, kostspielige Überkapazitäten in den Kommunen abzubauen. Baden-Württemberg sei im Notfall gut vorbereitet, teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann angesichts der Lage im griechisch-türkischen Grenzgebiet zu Jahresbeginn mit.

Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Neuankömmlinge im Landkreis Esslingen. Vor zwei Jahren suchten noch mehr als 900 Menschen auf der Flucht hier eine neue Bleibe. Seit Jahresbeginn liegt die Zahl der Einreisenden monatlich im Schnitt bei 47. Als sogenannte „Fehlbeleger“ gelten derzeit immer noch 77 Personen. Das sind Menschen, die aufgrund ihres Status und ihrer Aufenhaltsdauer aus der vorläufigen Unterbringung in eine eigene Wohnung wechseln müssten. Für die vorläufige Unterbringung ist der Landkreis zuständig. Für die Anschlussunterbringung die Städte und Gemeinden. Weil dort noch immer zu wenig geeigneter Wohnraum zur Verfügung steht, gestaltet sich für manche Zuwanderer der Übergang in ein selbstbestimmtes Leben häufig schwierig. bk


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