Kirchheim

Ursache des Flugzeugabsturzes weiter unklar

Absturz Die Wrackteile des Segelflugzeugs wurden von Spezialisten aus dem Wald geborgen, die Ermittlungen laufen.

Die Trümmerteile des Segelflugzeugs lagen im Wald verstreut.
Die Trümmerteile des Segelflugzeugs lagen im Wald verstreut.

Beuren/Kirchheim. Die Ermittlungen zum Absturz des Segelflugzeugs im Tiefenbachtal bei Beuren am Sonntagnachmittag, bei dem der 62-jährige erfahrene Pilot ums Leben gekommen ist, laufen auf Hochtouren.

Am Montag waren wieder Beamte der Kriminalpolizei vor Ort und sicherten Spuren, am Morgen wurden auch die Wrackteile des Flugzeugs geborgen. Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) mit Sitz in Braunschweig waren ebenfalls vor Ort. „Wir haben auch einen externen Gutachter eingeschaltet“, erklärt Christian Wörner, Sprecher beim Polizeipräsidium Reutlingen, das auch für den Landkreis Esslingen zuständig ist. „Zur Absturzursache können wir noch nichts sagen. Das wird sich hinziehen, denn es sind sehr langwierige Untersuchungen“, sagt der Polizeisprecher. Auch eine Obduktion ist angeregt. „Das ist in solchen Fällen mehr oder weniger üblich“, erklärt Christian Wörner.

Wie berichtet, war das Segelflugzeug am Sonntag unmittelbar nach dem Start auf der Hahnweide verunglückt. Es war gegen 14.45  Uhr von einem Schleppflugzeug am Flugplatz in die Höhe gezogen worden. Unmittelbar nach dem Ausklinken des Segelfliegers stürzte er in ein ehemaliges Munitionsdepot der Bundeswehr, das heute vom Freilichtmuseum Beuren genutzt wird. Ein Großaufgebot an Rettungskräften machte sich auf die Suche nach dem Flugzeug. Es konnte nach einer Viertelstunde gefunden werden.

Erst vor rund drei Monaten gab es auf der Hahnweide einen tödlichen Unfall. Damals stürzte ein Segelflugzeug direkt nach dem Windenstart auf das Fluggelände. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ein Windenstart unterscheidet sich völlig von einem Flugzeugschlepp“, sagt Christian Wörner. ih

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