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Vier Verletzte bei schwerem Unfall

Römerstein. Ein riskantes Überholmanöver ist nach derzeitigem Ermittlungsstand die Ursache für einen schweren Verkehrsunfall, der sich am Donnerstag gegen 14.30 Uhr auf der Bundesstraße 28 zwischen Böhringen und Zainingen ereignet hat.

Eine 77-jährige Nürtingerin war mit ihrem Renault von Böhringen kommend in Richtung Zainingen unterwegs. Am so genannten Zainger Buckel wollte sie einen Sattelzug, der von einer 29-jährigen Donzdorferin gelenkt wurde, überholen. Vermutlich übersah die Seniorin aber, dass ihr aus Richtung Zainingen ein VW Golf entgegenkam. Dessen 18-jähriger, aus Reutlingen stammender Fahrer, versuchte noch durch eine Vollbremsung einen Unfall zu vermeiden. Trotzdem krachten beide Fahrzeug mit solcher Wucht nahezu frontal gegeneinander, dass der Golf nach rechts von der Fahrbahn in die angrenzende Wiese geschleudert wurde. Der Renault prallte anschließend noch gegen den Sattelzug.

Die Unfallverursacherin wurde in ihrem Renault eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Römerstein, die mit 30 Einsatzkräften vor Ort war, mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Sie erlitt bei dem Unfall so schwere Verletzungen, dass sie nach notärztlicher Erstversorgung vom Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste.

Während der Fahrer des Golfs nur leichtere Verletzungen erlitt, wurde seine 17-jährige, ebenfalls aus Reutlingen stammende Beifahrerin, ebenfalls schwer verletzt. Beide kamen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. Auch die Fahrerin des Sattelzuges wurde bei dem Unfall verletzt und musste zur Untersuchung und weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 25 000 Euro beziffert. Die Bundesstraße 28 war zwischen Böhringen und Zainingen für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten für einige Zeit voll gesperrt. Der Verkehr wurde durch Polizeibeamte örtlich umgeleitet, was jedoch trotzdem zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in beiden Richtungen führte. lp

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