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Vom Kicker zum Korbjäger

Radivoj Tomasevic kam erst im Alter von 16 Jahren zum Basketball. Der gebürtige Frankfurter galt als gleichermaßen aussichtsreiches wie schlampiges Fußball-Talent. Lange Zeit schien es, als würde der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters treten, der in den Sechzigerjahren als Profi bei Besiktas Istanbul sein Geld verdiente. Mit der Frankfurter Eintracht sammelt Radi Tomasevic erste Erfolge auf dem Fußballplatz, mit den Offenbacher Kickers wird er deutscher A-Jugend-Meister. Ähnlich steil verläuft seine Karriere im Basketball: Nach knapp zwei Jahren steht er in der U18-Nationalmannschaft, spielt an der Seite eines noch größeren Talents namens Dirk Nowitzki. Tomasevic wird danach zum Basketball-Nomaden. Landshut, Koblenz, Bayreuth, Hannover, Langen, Stuttgart, Freiburg und Genf sind nur einige Stationen im Laufe seiner fast 20-jährigen Karriere als Profi. In Ludwigsburg und später drei Jahre lang in Tübingen sammelt er vor seinem Wechsel nach Kirchheim Erfahrung in der BBL. Tomasevic ist, wenn man so will, das letzte „Gründungsmitglied“ der Knights. Seit dem Aufstieg in die Pro A 2008 stand er ununterbrochen im Kader der Ritter, davon fünf Jahre lang als Kapitän. Der 36-Jährige ist verheiratet und hat einen dreijährigen Sohn. Im Februar 2016 will er sein Bachelor-Studium in Sportökonomie beenden.bk


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