Kirchheim

Vor 25 Jahren: Gefährlicher Rinderwahn schreckt die Bürger auf

Rind - BSE
Rind - BSE

Ein Schreckgespenst namens BSE ängstigte Mitte der Neunziger die Fleischliebhaber. Vor genau einem Vierteljahrhundert berichtete der Teckbote, dass der regionale Fleischumsatz aus Angst vor dem Rinderwahn einbrach. Im Kirchheimer EZA wurden 30 Prozent weniger Rindfleisch gekauft, dafür mehr Geflügel. Aus Angst vor einem Ausbruch der Krankheit hierzulande und einer möglichen Übertragung auf Menschen wollte das Regierungspräsidium Stuttgart den Bestand an Rindern britischer Herkunft ermitteln. Denn man vermutet, dass die Krankheit in Großbritannien über Tiermehl übertragen wurde. Unterdessen gab das Veterinäramt Entwarnung: „Deutsches Rindfleisch ist ohne Risiko.“ Auch Gerhard Riethmüller, damals Obermeister des Kirchheimer Fleischerverbandes, beruhigte: „Alle lokalen Metzger kaufen ausschließlich direkt bei Kleinlandwirten und schlachten selbst.“ Bisher ist keine Übertragung von BSE auf Menschen in Deutschland bekannt geworden. Als im Jahr 2000 das Verfüttern von Tiermehl verboten wurde, konnte die Krankheit, die weltweit 229 Menschen das Leben kostete, eingedämmt werden. kd


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