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Warum es eine neue „Hutteninsel“ braucht

Die Insel Ufenau im Zürichsee ist nicht gemeint, obwohl sie das größte Anrecht auf den Namen „Hutteninsel“ hätte: 1523 starb der Dichter Ulrich von Hutten auf der Ufenau und fand dort seine letzte Ruhestätte. Conrad Fer­dinand Meyer hat ihm 350 Jahre später ein li­terarisches Denkmal gesetzt: mit dem Versepos „Huttens letzte Tage“.

Mit Württemberg hat te Ulrich von Hutten insofern zu tun, als er sich an einer Familienfehde gegen Herzog Ulrich von Württemberg beteiligte und auch publizistisch gegen den Herzog agierte. Herzog Ulrich hatte nämlich seinen Stallmeister, Huttens Vetter Hans von Hutten, im Mai 1515 auf einer Jagd erschlagen - eigenhändig und heimtückisch.

Die „Hutteninsel“ im Kirchheimer Freibad hat friedlichere Hintergründe: 1954 hat die Kirchheimer Familie Hutten der Stadt ein Grundstück am Freibad geschenkt, mit über 12 000 Quadratmetern, unter der Bedingung, dass an den Namen „Hutten“ erinnert wird. Deshalb zieht die „Hutteninsel“ nun innerhalb des Freibads um.vol

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