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Was beim Klettern beachtet werden sollte

Klettern ist heutzutage ein Breitensport. „Wer an Bewegung Spaß habe, könne ihn ausüben, und zwar unabhängig vom Alter“, sagt Irmgard Braun. „Ich möchte Senioren Mut machen. Auch mit 60 oder 70 Jahren kann man noch mit dem Klettern anfangen.“ Die Vorstellung, jenseits der 60 sei alles vorbei, sei „Blödsinn“. Klettern ist ein idealer Alterssport, weil man sich dabei, anders als etwa beim Handball oder Badminton, eher langsam und kontrolliert bewegt.

Zur Ausrüstung gehören laut Braun Kletterschuhe, ein Gurt, Sicherungsgerät, Seil und ein Beutel mit Magnesia. Je nachdem, wie häufig man klettert, halten die Schuhe ein bis zwei Jahre, Sicherungsgerät und Gurt rund zehn Jahre,

Vom Bouldern rät sie in einem höheren Alter ab. Hier brauche man zwar weder Gurt noch Seil und Kletterpartner, aber das Abspringen aus bis zu fünf Metern Höhe belastet die Gelenke. Und auch beim Klettern mit Seil würden Konzentration, Gleichgewichtsinn und Muskulatur gleichermaßen trainiert. Es ist Muskeltraining mit dem eigenen Körpergewicht. Laut einer Statistik wird mit fortschreitendem Alter immer mehr Muskulatur abgebaut, und der Fettanteil nimmt zu. Im Seniorenalter kann das zu Gebrechlichkeit, Schwäche und Balancestörungen führen, Stürze und Knochenbrüche können dann die Folge sein. Aber dieser Prozess ist kein Schicksal - wenn die Kletterer sinnvoll trainieren. mb

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