Infoartikel

Wird die 116 117 zum Nadelöhr?

Die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes soll für die Vergabe von Impfterminen zur Verfügung stehen, sobald das Sozialministerium den Startschuss gibt. Eine Lösung, die viele Experten anzweifeln. Die 116 117 bietet Patienten nicht nur Hilfe außerhalb der Praxis-Sprechzeiten und bei der Vermittlung von Facharzt-Terminen, sie dient seit dem Frühjahr auch als Kontaktnummer bei Verdacht auf eine Corona-Infektion. Die Hotline gilt deshalb als stark frequentiert und zeitweilig überlastet. In der Rettungsleitstelle des DRK in Esslingen, wo die Nummer geschaltet ist, war von dieser Regelung gestern noch gar nichts bekannt. Ebensowenig bei den Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung, die für die Vergabe von Impfterminen zuständig ist. Nach Wahl der Nummer sollen Impfwillige durch Drücken einer Zifferntaste umgeleitet werden. Inwieweit dies einem Engpass vorbeugen kann, konnte gestern keine Stelle beantworten.bk


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