Kirchheim

Wirt hatte keine Absicht zu töten

Polizei Gegen den ­Fahrer, der auf Jugendliche zusteuerte, wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Symbolbild

Kirchheim. Die Polizei ermittelt gegen den wütenden Wirt, der am Samstagabend an der Alleenstraße in Kirchheim mit seinem Jeep auf eine Gruppe Jugendlicher zusteuerte, nur noch wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Eine Tötungsabsicht schließen die Beamten wenige Tage nach dem Vorfall aus, zunächst hatten sie auch in diese Richtung ermittelt. Allerdings sei der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ebenfalls schwerwiegend, heißt es bei der Polizei.

Der 48-Jährige Gastwirt hatte mit seinem Geländewagen die Verfolgung einer Gruppe Jugendlicher aufgenommen, nachdem einer von ihnen eine Scheibe des Gasthauses am Kirchheimer Schlossplatz eingetreten hatte. Als der Mann die Gruppe auf dem Grünstreifen an der Alleenstraße erblickte, fuhr er mit seinem Fahrzeug über die Gegenfahrbahn und den Grünstreifen auf die Gruppe zu. Nach Angaben der Polizei kam es dabei zu einer Berührung, zwei Jugendlichen hätten Rötungen an einem Bein. Ein 20-Jähriger, der ebenfalls zu der Gruppe gehörte, hatte sich zudem das Bein verstaucht, als er dem Fahrzeug des Wirtes ausgewichen sei.

Zahlreiche Blutflecken auf dem Bürgersteig in unmittelbarer Nähe stammen zwar von einem der Jugendlichen, hängen jedoch nicht unmittelbar mit dem Vorfall zusammen. Nach Polizeiangaben hatte sich der 16-Jährige die blutende Wunde bei seinem Tritt in die Scheibe am Hintereingang des Lokals zugezogen. lp/zap

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