Infoartikel

Wunsch und Realität

In der Illegalität hat Lamin ein Buch geschrieben. Einfach so, mit seinem Handy, in einer fremden Sprache. „. . . Das Glücksgefühl und die Zufriedenheit über meine neue Situation hielt einige Monate an, bis ich eines Tages im Oktober 2017 über das Ausländeramt einen Brief vom Regierungspräsidium Karlsruhe erhielt, in dem ich aufgefordert wurde, meine Identität als gambischer Bürger nachzuweisen, da sonst die Gefahr bestünde, dass ich meine Genehmigung zur Ausbildung als Altenpflegehelfer verliere. Dies war die Belehrung über die Passpflicht. Diese Aufforderung war sehr belastend für mich. Wie sollte ich, der in Gambia von der Polizei gesucht wurde und dem dort eine Gefängnisstrafe drohte, aus der Heimat von irgendeiner Behörde ein Dokument bekommen, welches meine Staatsangehörigkeit beweisen würde? . . .“ ist auf dem Klapptext des Buchs „Nicht mehr Hand in Hand!“ zu lesen.

Das Vorwort: Dieser Bericht schildert das Leben eines 32 Jahre alten Mannes aus Gambia, seine Ankunft in Deutschland, das Ringen um einen Aufenthaltstitel, seine Bemühungen um Integration, das Erlernen der deutschen Sprache, um Gestattung einer Ausbildungsduldung und vor allen Dingen den Kampf mit den deutschen Institutionen.

Lamins Traum: wieder in Deutschland leben und seine Ausbildung fortsetzen. ih

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