Kirchheim

Zum Glühwein den Eisstock schieben

Weihnachtszeit Im Kirchheimer „Winterwunderland“ feiert eine Eisstockbahn Premiere. Auch sonst hat sich der Organisator im Vergleich zur Premiere im Vorjahr einige Neuerungen einfallen lassen. Von Thomas Zapp

Allabendlich verwandelt sich der Marstallgarten in ein buntes Lichtermeer. Im Zentrum: die neue Eisstockbahn.Fotos: Markus Bränd
Allabendlich verwandelt sich der Marstallgarten in ein buntes Lichtermeer. Im Zentrum: die neue Eisstockbahn.Fotos: Markus Brändli

Der Hingucker und die neue Attraktion des „Winterwunderlands“ im Kirchheimer Marstallgarten steht genau in der Mitte des Rasenplatzes vor dem Zelt: die Eisstockbahn. Eis sucht man auf ihr vergebens, aber die Spezialkunststoffbeschichtung ist glatt und kalt. „Man rutscht auf ihr nicht aus, aber der Eisstock rutscht perfekt“, sagt Gunnar Stahlberg, der das Winterwunderland im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben hatte. Als die Stadtverwaltung ihn vor einigen Monaten fragte, ob er sich eine Eisstockbahn vorstellen könne, sagte der Eventunternehmer sofort zu. Zunächst sollte sie vor der Bücherei stehen. „Ich hatte dann die Idee, die Bahn in das Winterwunderland zu integrieren“, freut er sich über das „Ja“ aus dem Rathaus. Die Anschaffung an sich hat die Stadt finanziert. Für die „Unterfütterung“ mit rasenschonenden Holzplatten musste Gunnar Stahlberg sorgen. Schließlich soll auch das Gartenamt nichts zu beanstanden haben.

Die drei mal zehn Meter große Bahn mit der Holzverzierung am Kopfende in Form der Teck und einem Teil der Stadt wurde gestern eröffnet und ist nun bis zum 23. Dezember täglich ab 16 Uhr geöffnet. Bis 19 Uhr können Teams vorab reservieren. „Am besten spielen vier gegen vier“, empfiehlt Gunnar Stahlberg, der eigens einen Mitarbeiter als Spielleiter abstellt. Die 15 Euro Startgebühr pro halbe Stunde Spielzeit sind lediglich ein Deckungsbeitrag. Nach 19 Uhr gilt dann für Besucher die Devise: „Wer zuerst kommt, spielt zuerst.“

Zur Bahn gehören eine kleine Service-Hütte und eine LED-Beleuchtung, damit die Spielzüge für alle gut erkennbar sind. Überhaupt hat Gunnar Stahlberg für die zweite Auflage noch einmal kräftig in die Weihnachtslichter investiert. „Vier haben 40 LED-Spots“, sagt er, die neuen Lichterketten hat er gar nicht erst gezählt. Anlass war die exorbitante Stromrechnung aus dem vergangenen Jahr, als er konventionelle Lampen eingesetzt hatte. „Jetzt haben wir 1 000 Watt für alle Lampen“, hofft er auf eine erhebliche Kostenersparnis. Mehrere Tage hat sein Team nun gebraucht, um den Marstallgarten in ein leuchtendes Winterland zu verwandeln.

Neu ist in diesem Jahr das zum Garten hin komplett geöffnete Zelt mit 6,50 Metern Deckenhöhe und rustikaler Holztheke. Dort wird es vor allem Glühwein und Kinderpunsch in verschiedenen Varianten und mit verschiedenen Geschmacksnoten geben. Dann ist Bewährtes aus dem vergangenen Jahr auch bei der zweiten Auflage wieder dabei: die Foodtrucks. Allerdings hat sich der Organisator bei den vier „Speisewagen“ in diesem Jahr auf die Klassiker beschränkt: Es gibt Maultaschen und Bratwurst oder Crêpes für die süßen Zungen.

Gibt es an diesem Wochenende am Nachmittag noch eine zeitliche Überschneidung mit dem Kirchheimer Weihnachtsmarkt, ist das Winderwunderland ab Montag, 17. Dezember, bis zum 23. Dezember der größte Treffpunkt in Kirchheim, um sich Glühwein und Weihnachtsleckereien schmecken zu lassen. Weihnachtsdeko wird man im Marstallgarten allerdings vergeblich suchen. „Wir sind kein Weihnachtsmarkt“, betont Gunnar Stahlberg. Die Leute sollen in erster Linie kommen, um Weihnachten zu schmecken und zu sehen. Der Erfolg des Vorjahres hat ihn bestätigt, und es wird in diesem Jahr nicht zum letzten Mal heißen: Lampen an zum Winterwunderland und winterlichen Eisstockschießen in Kirchheim.

Info

Das Winterwunderland im Marstallgarten in Kirchheim öffnet täglich ab 17 Uhr. Eisstockschießen ist schon eine Stunde früher möglich. Für die Zeit von 16 bis 19 Uhr können sich Teams per E-Mail anmelden an kontakt@stahlberg-gruppe.de

Kurz nach der Eröffnung haben sich gestern schon die ersten Gäste aufs „Eis“ gewagt.
Kurz nach der Eröffnung haben sich gestern schon die ersten Gäste aufs „Eis“ gewagt.
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