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Zuschauermagnet beim Kirchheimer Dirty Track-Rennen in den 1950er-Jahren

Zuschauermagnet beim Kirchheimer Dirty Track-Rennen in den 1950er-Jahren
Zuschauermagnet beim Kirchheimer Dirty Track-Rennen in den 1950er-Jahren

Sport-Vita (1) Hermann Gunzenhauser hatte ein langes Motorradfahrer-Leben: Seine ersten Rennen bestritt er etwa 1930, seine Laufbahn beendete er 1954. Als größte Erfolge gelten ein Sandbahn-Europameistertitel, der Gewinn der deutschen Meisterschaft und zahlreiche vordere Platzierungen bei europäischen Rennen.

 

Sport-Vita (2) Neben seinen vielen Europa-Auftritten drehte Gunzenhauser auch oft genug seine Runden bei den sogenannten „Dirty-Track“-Rennen im Kirchheimer Stadion in den 1950er-Jahren. Der Mann, damals Deutschlands populärster Motorrad-Rennfahrer, lockte über 6 000 Besucher an.

 

Leben (1) Als jüngster Sohn von Hermann und Emilie Gunzenhauser in Neidlingen am 1. Oktober 1911 geboren, wurde er Motorrad(renn)fahrer und Juniorchef im elterlichen Betrieb (1943). 1955 zog er mit seiner Ehefrau nach München, wo er Tankstellenbetreiber (und angeb­lich Spielhallen-Mitarbeiter) war.

 

Leben (2) Nach seiner Münchner Zeit ging das bewegte Leben weiter: Im fortgeschrittenen Alter wollten die Gunzenhausers nach Norditalien umziehen. Die Pläne zerschlugen sich. Stattdessen lebte das Ehepaar bei Tochter Waltraud auf Ibiza. Dort verstarb Gunzenhauser 1984, 19 Jahre später seine Frau.

 

Quellen Informationen über das Leben Gunzenhausers lieferten uns: Staatsarchiv Ludwigsburg, NS-Aufklärungsstelle Ludwigsburg, Kreisarchiv Esslingen, Teckbote-Archiv, Fritz Hitzer (Neidlinger Chronist), Monika Gienger (Neidlinger Zeitzeugin seit 1953), Klaus Däschler (Neidlinger Bürgermeister)                                                                                                                 top

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