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Zwei Isländer wieder zurück in Schwaben

Die zwei Islandpferde von Familie Glaser sind in unter der Teck bereits schon angekommen, genauer gesagt: direkt unter der Bassgeige. Den Bellerhof in Owen kennen die beiden noch aus ihrer schwäbischen Vergangenheit. „Da hatten wir viel Glück, dass zwei Plätze frei waren und wir die Pferde noch vor der Koppelsaison auf den altbekannten Hof bringen konnten“, freut sich Georg Glaser mit seiner Frau Annika.

Die Vierbeiner haben die lange Reise von Mittelschweden nach Süddeutschland ohne Blessuren überstanden. Mit einer professionellen Pferdetransportfirma ging’s rund 630 Kilometer zunächst nach Malmö. „Im Lkw stehen die Tiere einfach komfortabler. Die Fahrer mussten wegen Corona aber mehrfach den Routenplan ändern, denn die dänische Grenze war plötzlich zu“, erzählt Georg Glaser. Deshalb nahmen sie von Trelleborg in Südschweden die Fähre nach Travemünde. Dank der neunstündigen Ruhepause auf dem Wasser konnte die Nacht durchgefahren werden - und mittags war Owen erreicht.

„Da waren alle erleichtert, als die beiden Pferde nach 30 Stunden beim Aussteigen stabil und nicht wacklig auf den Beinen waren“, sagt der Noch-Schwede. Ein Wermutstropfen ist jedoch dabei: Der in Schweden gekaufte Isländer wurde in gute Hände verkauft und bleibt im Norden.

Die erste Begegnung mit einem Elch der zwei Islandpferde könnte sich möglicherweise dauerhaft in ihr Langzeitgedächtnis eingegraben haben. „Als die Pferde zum ersten Mal einen Elch gesehen haben, waren sie leicht erschrocken, später haben sie ihn keines Blickes gewürdigt“, erinnert sich Georg Glaser. ih

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