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Zweierlei Wertung

Bei den „Deutschen“ erzielte Max Braun mit 60 Schuss KK Liegend 592 Ringe. Bei der WM aber mit gleicher Schussanzahl 615,8 Ringe. Wie ist das möglich?

Bei nationalen Wettbewerben wird auf volle Ringzahlen von eins bis zehn ohne Dezimalstellen geschossen. Ist der Zehnerring nur angekratzt, wird der Schuss als ganze Zehn gewertet. Ist der Ring unverletzt, zählt der untere Wert. Bei Brauns 592 Ringen waren also acht Neuner dabei. Die Auswertung erfolgt in der Regel elektronisch, auf Papierscheiben noch mit dem „Schusslochprüfer“.

International gilt die Zehntelwertung. Dabei wird elektronisch gemessen, wie weit der Schuss in Zehnteln vom absoluten Zentrum der Scheibe („Nullteiler“) entfernt ist. Die optimale Zehn ist eine 10,9, die schlechteste Zehn eine 10,0. Jeder Schütze hat an seinem Stand einen Monitor, der sofort den Wert anzeigt.

Bei der WM lag Brauns Durchschnittswert bei 10,26 Ringen.ks

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