Infoartikel

Zwischen Seetang-gepflegtem Rasen und Benzin aus Frittenfett

Der „grünste“ Verein der Welt trägt sein Motto bereits im Namen: der „Forest Green Rovers FC“. Das Team aus der vierten englischen Fußball-Liga ist sogar vom Weltverband Fifa offiziell als „umweltfreundlichster Fußballverein“ anerkannt worden. Kürzlich setzte der Klub nochmals ganz neue Maßstäbe. Statt in den bisherigen Trikots - aus Bambus gefertigt - lief die Mannschaft in einem Dress auf, das aus Kaffeesatz und recyceltem Plastik hergestellt wurde. Außerdem werden im Stadion der „Green Devils“ ausschließlich vegane Speisen und Bio-Bier aus kompostierbaren Bechern verkauft. Ferner setzt der Klub bei seinem Rasen auf eine Pflege mit Seetang statt Pestiziden, der Mähroboter fährt solargetrieben und aus der Sprinkleranlage spritzt gespeichertes Regenwasser. Darüber hinaus wird die gesamte Energieversorgung des Vereins zu knapp einem Viertel von den Solarzellen auf dem Stadiondach geliefert. Nicht zu vergessen: Die Zapfsäule am Stadion mit Biobenzin - aus recyceltem Frittenfett der ­Vereinskantine.

Zum Schutz der Umwelt hat die EU beschlossen, ­bestimmte Plastik- und Styroporgegenstände ab 3. Juli 2021 zu verbieten. Dazu gehören Besteck, Geschirr, Trinkhalme, Wattestäbchen, Essstäbchen und Essensverpackungen aus Styropor. Erheblich reduziert werden sollen zudem Einmal-Essensverpackungen und Einmal-Becher aus Plastik sowie deren Zubehör. Ab 2030 sollen außerdem sämtliche Plas­tikflaschen zu mindestens 30 Prozent aus recyceltem Material bestehen. max


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