Der Entschluss des Biosphärengebiets, sich nicht um die Ausrichtung der Heimattage beim zuständigen Staatsministerium zu bewerben, fiel Anfang April. „Aufgrund mangelnder Teilnahmebereitschaft einiger wichtiger Biosphärenkommunen haben sich die Initiatoren dazu entschieden, das Projekt vorerst auf Eis zu legen“, steht in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Urach. „Meine Idee war es, das gesamte Biosphärengebiet zu präsentieren und zu zeigen, was hier bislang schon erreicht worden ist“, wird Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann zitiert. „Zudem hätte man dem Land damit auch ein Dankeschön für die tolle Unterstützung des Biosphärengebiets zurückgeben können“, ergänzt der Rathauschef. Münsingens Bürgermeister Mike Münzing zeigte sich ebenfalls von der Absage enttäuscht: „Wir hätten eine große Chance gehabt, das Biosphärengebiet zu seinem zehnjährigen Geburtstag dem ganzen Land zu präsentieren – diese Chance ist jetzt leider für viele Jahre vergeben.“ Auch talabwärts in Metzingen nahm man das mangelnde Interesse zähneknirschend zur Kenntnis: „Mit den Heimattagen hätten wir den Grundgedanken unseres Biosphärengebiets – nämlich Mensch, Natur und Kultur als Einheit darzustellen – hervorragend umsetzen können“, bedauert Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler. Ganz aufgeben möchten die Initiatoren die Idee eines gemeinsamen Biosphärengeburtstages aber dennoch nicht. Elmar Rebmann: „Vielleicht gelingt es uns ja, im Jahr 2019 trotzdem eine eigene Veranstaltungsreihe mit interessierten Kommunen auf die Beine zu stellen.“pm
Statt Heimattage gemeinsamer Biosphärengeburtstag?
