Landrat Heinz Eininger zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz der Vereinsarbeit
Streuobstparadies bietet reizvolle Routen

Mit einer Qualitätsoffensive für Most und Destillate und mit geschulten Streuobstpädagogen im Unterricht will der Verein Schwäbisches Streuobstparadies sein Angebot weiterentwickeln. Kürzlich fand in Mössingen die zweite Mitgliederversammlung statt.

Kreis Esslingen. Dass das Projekt Fahrt aufgenommen hat, bestätigten der Esslinger Landrat Heinz Eininger und die Geschäftsführerin Maria Schropp. Der Landrat ist überzeugt, dass die Idee des Streuobstparadieses schon im ersten Jahr fruchtet: Mit 150 Mitgliedern wurde der Verein gegründet, nun ist die Zahl auf 223 angestiegen.

Maria Schropp präsentierte den Mitgliedern erstmals das Logo des Vereins. Ab sofort symbolisiert ein farbenfroher Baum das Projekt. Im Stamm ist eine Hand erkennbar, die die Krone mit Früchten trägt. „Eine Landschaft, von Menschenhand geschaffen und weiterhin auf Menschenhand angewiesen“, erläuterte die Geschäftsführerin. „Letztendlich liegt es in unserer Hand, die Streuobstwiesen zu erhalten“, ergänzte Eininger. Auch der neue Internetauftritt wurde vorgestellt.

Viele Konzeptionen und Projekte sind bereits auf den Weg gebracht worden. Im Bereich Tourismus werden Streuobstrouten zum Wandern, Radfahren und für Busreisende entwickelt. „Wir müssen Streuobst erlebbar machen und schöne Landschaft mit Genuss und Erlebnis verbinden“, sagte Schropp. Gefördert werden die Projekte vom Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Auch Bildung, Nachwuchsförderung und Naturschutz sind wichtige Anliegen. Wie bei den laufenden Projekten in den Landkreisen Böblingen und Zollernalbkreis, soll der Streuobst-Unterricht durch geschulte Pädagogen auf das gesamte Vereinsgebiet ausgedehnt werden. Die Konzeption geht in die Landratsämter zur politischen Abstimmung.

Im nächsten Jahr stehen zwei Lehrgänge auf dem Programm, die eine Qualitätsoffensive im Produktbereich einläuten sollen. Lehrgänge zu den Themen „Mostherstellung“ und „Destillaterzeugung“ vermitteln praktische Tipps zur Herstellung hochwertiger Streuobst-Produkte.

Im Fokus der konzeptionellen Arbeit steht die Vermarktung. Dass das Apfel-Chips-Projekt mit einem großen Trockenfrüchte-Hersteller aussetzen musste, tue dem Willen, Streuobst-Produkte am Markt besser zu platzieren, keinen Abbruch, stellte Maria Schropp klar.

Aktuell macht der Verein mit der Veranstaltungsreihe „Das Paradies brennt!“ auf sich aufmerksam. „Mit dem Verein haben wir endlich die Möglichkeit, die vielen Akteure und ihre Bemühungen zu bündeln und auf eine andere Ebene zu heben“, sagte die Geschäftsführerin. Sie lobte die mehr als 70 Veranstaltungen der Brennereien, die bis Mai nächsten Jahres stattfinden. Für das Frühjahr kündigte Schropp die nächste Reihe unter dem Motto „Schwäbisches Hanami“ an.

Im Januar wird sich das Streuobstparadies wieder auf der Tourismus-Messe CMT in Stuttgart präsentieren. Weitere Tagesordnungspunkte waren die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, der Jahresabschluss 2012 sowie die Genehmigung des Etats 2014. „Das Streuobstparadies ist auf einem guten Weg“, sagte Eininger, der sich freute, dass unter dem Dach des Vereins so viele Akteure gemeinsame Sache machen, um den Obstbau zu fördern.eli