Spezialauftrag für „Die Schreiner“ aus Jesingen für BUGA-Ausstellung in Koblenz
„Symbionten“ wachsen auf der Brücke

Wenn heute die Besucher der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz das Gelände stürmen, können „Die Schreiner“ aus Jesingen zufrieden den Hobel beiseite legen. Sie haben ihren Beitrag zur BUGA geleistet.

Kirchheim. Die Jesinger Firma „Die Schreiner“ mauserte sich inzwischen bundesweit zum Spezialisten für knifflige Ausstellungselemente. Erinnert sei hier an die Einrichtung der Ausstellung im Martin

-Gropius- Bau in Berlin 2007 über die Königsgräber der Skythen, an die Dauerausstellung im Hambacher Schloss 2008 „Wiege der Deutschen Demokratie“, an die Werkschau zum Humboldtforum 2009 im Alten Museum Berlin, an die Eiszeit-Landesausstellung 2009 in Stuttgart, an die Ausstellung „Welt und Wissen“ 2010 im Gropius-Bau in Berlin und außerdem

an die Ausstellung Biosphärenreservat Schwäbische Alb 2011 im Naturschutzzentrum Schopfloch. Und jetzt die Bundesgartenschau am Deutschen Eck in Koblenz.

Zu diesem besonderen Auftrag kamen die Schreiner durch die Landesforsten Rheinland-Pfalz, die sich im „Internationalen Jahr der Wälder“ mit einem außergewöhnlichen Holzbauwerk im Bereich der Festung

­Ehrenbreitstein an der Bundesgartenschau beteiligen. Hier werden in der Ausstellung mit dem Titel „Wald im Wandel“ Themen rund um den Wald präsentiert.

Die Jesinger Holzdesignspezialisten konstruierten die Ausstellungselemente nach Plänen von Architekten, stellten die Elemente her und montierten sie vor Ort. Dabei handelt es sich unter anderem um 38 farbige Kunstoffformteile, die auf der Innenseite als eine Art Vitrine oder interaktive Schautafel fungieren. Von der Stegaußenseite sollen sie als „Blätter“ den Steg auf der BUGA verschönern.

Des Weiteren fertigten die Schreiner Deckenelemente aus Holz an und im Eingangsbereich der Bundesgartenschau Sitzobjekte in Form einer Eidechse, eines Hauses, Blattes und in Form eines Menschen. Eidechse, Haus, Blatt und Mensch sind dem Logo des Internationalen Jahres der Wälder entnommen. Das Logo selbst ist in Großformat als Intarsienarbeit ausgeführt.

Insgesamt verarbeiteten die Holzspezialisten aus Jesingen für die Elemente der Bundesgartenschau rund fünf Tonnen Douglasien- und Fichtenholz. Zur Montage waren fünf Schreiner ungefähr zehn Tage vor Ort beschäftigt.