Ohmden möchte mit Betreuung starten
U 3-Kinder in gemischter Gruppe

Aus der angedachten Kleinkindgruppe im Ohmdener Kindergarten wird vorerst nichts. Stattdessen werden Zwei- bis Dreijährige von September an voraussichtlich in einer gemischten Gruppe im Kindergarten betreut.

Ohmden. „Ab September besuchen 52 Kinder den Kindergarten. Wir können damit nicht auf zwei Gruppen reduzieren, außerdem kommen im Laufe des Jahres noch weitere Kinder hinzu“, erklärte Ohmdens Bürgermeister Martin Funk im Gemeinderat. In der März-Sitzung waren Rat und Verwaltung noch davon ausgegangen, dass von derzeit 60 Kindergartenkindern im Sommer 25 Sprösslinge in die Schule wechseln und deshalb eine der drei Gruppen geschlossen werden könnte. Überlegt wurde, in den Räumen der bisherigen dritten Gruppe ab September ein Angebot speziell für Kleinkinder einzurichten.

Wie der Rathauschef mitteilte, hat er in der Zwischenzeit sämtliche Ohmdener Eltern angeschrieben, die unter dreijährige Kinder haben. „Für elf wurde Betreuungsbedarf angemeldet“, so Funk. „Sieben Kinder sind davon im September bereits zwei Jahre alt.“ Jüngere könne man in einer altersgemischten Gruppe allerdings nicht betreuen. Für die vier Kinder, die unter zwei Jahre alt sind, gibt es deshalb vorerst keine Lösung. „Wir sind dabei, das Thema U 3 mit dem Kindergarten voranzutreiben“, sagte Funk weiter. In jedem Fall brauche es einen Wickelplatz sowie Ruhemöglichkeiten für die unter Dreijährigen. „Insgesamt ist der Aufwand nicht allzu groß“, so der Bürgermeis

­ter. Allerdings müsse die Gemeinde dran bleiben und sich überlegen, wie künftig Kinder betreut werden könnten, die jünger als zwei Jahre seien. „Vielleicht bekommen wir ja auch eine interkommunale Lösung hin“, überlegte Funk. Im Moment genüge jedoch eine Betriebserlaubnis für eine altersgemischte Gruppe. Angestrebt werde, Zweijährige mit Dreijährigen gemeinsam in einer Gruppe betreuen zu lassen, damit die Altersspanne nicht zu groß ist.

Gemeinderat Dr. Klaus Dolde wunderte sich über die Entwicklung der Kinderzahlen: „Wir kennen doch die Geburten.“ Damit müsse es möglich sein, abzusehen, wie viele Gruppen benötigt würden. Weil es in Ohmden bislang keine Kindergartenbedarfsplanung gibt, orientierte man sich seither lediglich an den bekannten Anmeldezahlen.

Auch in Sachen Kernzeitbetreuung ist man in der Gemeinde einen Schritt weitergekommen. „Nach der Besichtigung verschiedener Räume sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass das Vereinszimmer in der Gemeindehalle am besten geeignet ist“, so Funk. Um Verletzungen vorzubeugen, seien Stellwände vor den Vitrinen notwendig. Einen endgültigen Beschluss zur Kernzeitbetreuung fasste das Gremium noch nicht.