Beuren. Das Freilichtmuseum Beuren hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen zu leisten. Dazu gehört, dem Getränk Most mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken. So findet im Freilichtmuseum schon seit vielen Jahren eine Mostprämierung in Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein Beuren statt.
Mehr als 40 Interessierte fanden sich dieses Jahr im rustikalen Museumskeller des Hauses Mannsperger ein. Dabei galt es, eine Vielzahl von Proben selbst hergestellten Mostes zu verkosten und auf Klarheit, Farbe, Geruch und Geschmack hin zu bewerten.
Den ersten Platz belegte Hildegard Drexler aus Holzmaden mit ihrem Apfel-Birnenmost. Die 57-Jährige freute sich über diese besondere Auszeichnung und verriet, dass ursprünglich rund 200 Liter des preisgekrönten Mostes im heimischen Keller lagerten, aber der Vorrat schon geschrumpft sei. Hildegard Drexler, die auch als Biosphärenbotschafterin aktiv ist, schätzt als Hausgetränk selbst gemachten Apfelsaft und den eigenen Most. Etwa 40 Bäume bewirtschaftet die Familie auf der Gemarkung Holzmaden. Hildegard Drexler ist die zweite Frau, die bei der Beurener Mostprämierung den ersten Platz machte.
Aus Kleinbettlingen kommt Sieger Nummer zwei, Willi Veit. Er hat etwa 30 Streuobstbäume in seiner Obhut und seinen sortenreinen Birnenmost aus der Oberösterreichischen Wein-birne erfolgreich ins Rennen geschickt. Etwa 180 Liter hat er von dem prämierten sortenreinen Birnenmost hergestellt.
Theo Hermann aus Ostfildern hat in diesem Jahr den dritten Platz belegt. Das Mosten hat der ehemalige Landwirt von seinem Vater gelernt. Seit er Rentner ist betreibt er eine Kleinmosterei als Hobby. Er brachte einen zweijährigen Birnenmost mit, den er aus dem Roten Trierer Wein-apfel und der Oberösterreichischen Weinbirne produzierte. Theo Hermann verriet, dass er bei der Beurener Mostprämierung im Jahr 2005 schon mal den ersten Platz errungen hatte.pm
