Notzinger Gemeinderat stimmte Ausbau Hermannstraße zu
Verkürzung der Bauzeit

Der Ausbau der Hermannstraße in Notzingen mit sämtlichen Leitungen rückt näher. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Notzinger Gemeinderat der Planung zu.

Notzingen. „Der Straßenzustand ist schadhaft. Zwar hätte die alte Gusswasserleitung noch ein paar Jahre durchgehalten, doch drei Stellen mussten schon geflickt werden“, begründete Horst Unger vom Ingenieurbüro Hettler und Partner auch die Erneuerung der Hauptleitung. Somit werden sämtliche Leitungen im Untergrund ausgetauscht. Mit der Sanierung der Hermannstraße zwischen Herdfeld- und Bachstraße kommen jetzt auch die Vorarbeiten im Baugebiet Hülben zum Tragen. Künftig kann das Oberflächenwasser direkt in den Bodenbach fließen.

Das Ingenieurbüro hat mit der EnBW bereits Kontakt aufgenommen. Die Oberleitungen werden bald der Vergangenheit angehören, die Stromleitungen werden ebenfalls in den Boden verlegt. „Wir werden Standorte für die Straßenlampen vorschlagen. Außerdem will die Gemeinde ein Leerrohr für die Datenverarbeitung verlegen lassen“, berichtete Horst Unger. Ferner soll „das System der Bachstraße“ übernommen werden, was den Ausbau der Straße betrifft – es wird also Granitpflasterstreifen geben. Die Kostenschätzung der Gemeinde, wonach die gesamte Maßnahme etwa 320 000 Euro teuer wird, bestätigte der Ingenieur. „Die Tiefbaufirmen haben in diesem Frühjahr gut zu tun, deshalb gehe ich davon aus, dass die Preise eher anziehen werden, als dass sie fallen“, so die Einschätzung von Horst Unger.

Am Zeitplan des Ingenieurs vom 19. Mai bis 28. November übte Herbert Hiller Kritik. „Ein halbes Jahr Bauzeit ist mir aus Rücksichtnahme für die Anwohner zu lang. In der Hölderlin­straße ging es erheblich schneller. Vier Monate reichen meiner Ansicht nach auch in diesem Fall“, erklärte er. Dem widersprach jedoch Rudolf Kiltz. „Ich finde, die Bauzeit ist richtig kalkuliert. Die Firmen brauchen ein Zeitfenster. So haben wir mehr Anbieter“, ist er überzeugt. Ähnlich sah es auch Horst Unger, bot als Kompromiss aber an, den „Anfang etwas zu verkürzen“.

Damit waren alle Räte zufrieden, und so stimmte das Gremium einmütig der Planung zu.