ots. Ein Tag im Büro: Termine, Meetings, To-do-Listen. Und dann noch den Müll trennen? Es lohnt sich: Mit diesen Tipps der Initiative „Mülltrennung wirkt“ entsorgen Verbraucher*innen Büroabfälle richtig und helfen, natürliche Ressourcen zu schonen sowie Umweltbelastungen zu minimieren.
Zu Hause ist Mülltrennung für viele selbstverständlich. Dass sie auch im Büro wichtig ist, gerät dagegen leicht in Vergessenheit. Gemäß den Bestimmungen etwa von Verpackungsgesetz und Gewerbeabfallverordnung sind dafür die Unternehmen verantwortlich. „Im Büro fallen täglich Verpackungen, Papier, Batterien oder ausgediente Elektrogeräte an. Die enthaltenen Rohstoffe können im Kreislauf gehalten werden – das schont Ressourcen und Klima. Voraussetzung dafür ist, dass die Abfälle richtig getrennt werden“, sagt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Für Verpackungsabfälle, die in Büros anfallen, stehen in der Regel die Sammelsysteme der dualen Systeme zur Verfügung.“ Welche Abfälle wohin gehören und worauf es dabei ankommt, erklärt die Initiative „Mülltrennung wirkt“.
Büroverpackungen richtig entsorgen
Druckerpapier ist häufig in Kunststofffolie verpackt. Folien wie diese gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Das gilt auch für Kunststoffverpackungen wie Boxen von Büroklammern oder leere Sprühflaschen für Bildschirmreiniger. Tuben und Drehstifte aus Aluminium oder Kunststoff für Klebstoff oder Farben gelten ebenfalls als Verpackungen und kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Dabei sollten Deckel getrennt von der übrigen Verpackung eingeworfen werden, damit die unterschiedlichen Materialien in den Sortieranlagen besser erkannt und recycelt werden können.
Bei Blisterverpackungen, beispielsweise von Batterien, gehört der Kunststoffdeckel in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, die Papprückseite hingegen ins Altpapier. Luftpolsterfolie oder Schaumstoff aus Verpackungen werden ebenfalls über die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgt. Wichtig ist: Verpackungen müssen restentleert sein. Grundsätzlich gilt auch im Büro für alle Verpackungen die Regel: In die Gelbe Tonne und den Gelben Sack gehören alle gebrauchten Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas bestehen.
Heiß begehrter Rohstoff Altpapier
Im Jahr 2024 verbrauchten die Menschen in Deutschland rechnerisch rund 190 Kilogramm Papier pro Kopf. Deutschland gehört damit weltweit zu den Spitzenreitern beim Papierverbrauch. Die gute Nachricht ist: Das Recycling von Papier lohnt sich. Altpapier ist für die deutsche Papierindustrie der wichtigste Rohstoff und kann bis zu 25-mal wiederverwertet werden. Daraus entstehen beispielsweise neue Briefumschläge, Transportkartons, Kopier- oder Toilettenpapier.
Eine zweite Chance im Altpapier erhalten Briefe und Briefumschläge aus Papier oder Karton – mit wie auch ohne Sichtfenster. Ebenso lassen sich Kartons, Packpapier, Schachteln und Pappröhren hineingeben; Klebebänder müssen dabei in der Regel nicht entfernt werden. Auch Verpackungen und Umverpackungen aus Papier oder Karton, vollgeschriebene Notizzettel, Hefte und Blöcke ohne Kunststoffeinband sowie Kalender ohne Spiralbindung gehören dazu. Fehldrucke, unbrauchbares Kopierpapier, Broschüren, Prospekte, Magazine und Zeitungen sowie Reißwolfschnipsel und der Inhalt des Lochers sind ebenfalls für die Papiertonne geeignet.
Nicht ins Altpapier gehören Produkte mit Selbstklebeeigenschaften wie Adressaufkleber, Etiketten, geleimte Papiere und Pappen oder Haftnotizen – sie müssen in den Restmüll. Das gilt auch für Thermopapiere wie Kassenzettel sowie für Papiertaschentücher.
Ausgediente Aktenordner richtig trennen
Aktenordner dürfen zwar im Restmüll entsorgt werden, nachhaltiger ist es jedoch, die Materialien voneinander zu trennen: Die Pappe gehört ins Altpapier. Metallbügel, Hebelmechaniken und Kunststoffteile wie Grifflochverstärkungen oder Kantenschutz kommen – sofern vorhanden – in die Wertstofftonne, ansonsten in den Restmüll. Alternativ nehmen Wertstoffhöfe ausgediente Aktenordner an; hierbei können die regionalen Bestimmungen variieren.
Elektrogeräte, Batterien und Akkus getrennt entsorgen
Monitor, Ladekabel, Netzteil, Tastatur oder LED-Leuchte: Defekte Elektrogeräte und elektronisches Zubehör müssen als Elektroschrott entsorgt werden. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe, teilweise aber auch gesundheits- oder umweltschädliche Substanzen. Elektrokleingeräte können kostenlos bei kommunalen Sammelstellen oder im Fachhandel abgegeben werden.
Leere Batterien und Akkus gehören ausschließlich in die dafür vorgesehenen Sammelboxen im Handel oder auf Wertstoffhöfen und keinesfalls in den Restmüll. Werden sie im Entsorgungsfahrzeug oder in Sortieranlagen gequetscht oder beschädigt, können sie schwere Brände verursachen.
Druckerpatronen wiederaufbereiten
Leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen sollten nicht im Hausmüll landen. Hersteller, Fachhändler oder kommunale Wertstoffhöfe nehmen sie häufig zurück, damit sie fachgerecht aufbereitet, wiederverwendet oder recycelt werden können.

