Trotz des trüben Winters sind die Liftbetreiber mit der Saison zufrieden
Viele Skifahrer zog es auf die Alb

Die Sonne ließ sich in diesem tristen Winter zwar nur selten blicken, doch die Pistenverhältnisse an den Skiliften in der Region waren ab Mitte Januar bestens. Deshalb lockte die Alb zahlreiche Wintersportler an. Die Skiliftbetreiber freuen sich allesamt über eine zufriedenstellende Saison.

Region. Der dunkelste Winter seit 62 Jahren ging in dieser Skisaison auch an den Liftbetreibern in der Region nicht spurlos vorüber. „Es gab oft Nebel und wenig Sonne. Das Wetter war nicht so schön“, sagt Margret Bek, die mit ihrem Mann Franz seit über 40 Jahren den Skilift Halde in Westerheim betreibt. Dennoch will sich die 67-Jährige, die in der Gaststätte am Skilift die hungrigen Wintersportler alljährlich mit schwäbischen Spezialitäten versorgt, nicht beklagen: „Wir sind sehr zufrieden.“ Ungewöhnlich lange hätten die Skifahrer und Snowboarder heuer auf der Alb ihrem Hobby frönen können, sagt Margret Bek. Noch bis Mitte vergangener Woche liefen die Lifte in Westerheim.

Insgesamt waren sie an 44 Tagen in Betrieb. Zum Vergleich: In der recht durchwachsenen Saison 2011/12 verzeichneten die Beks nur 23 Lifttage. Während heuer in den Weihnachtsferien der Skiliftbetrieb buchstäblich ins Wasser gefallen war, hätten die Faschingsferien das wieder wettgemacht. Und die Pistenverhältnisse waren traumhaft, betont Margret Bek.

Das bestätigt Wolfgang Neidlinger vom Skilift im Salzwinkel bei Zainingen, der ebenfalls noch bis Mitte vergangener Woche zum Wintersport einlud: „Die Schneelage war super. Das hatten wir lange nicht mehr.“ Das Wetter habe sich in dieser Saison zwar oft von seiner „scheußlichen“ Seite präsentiert, weshalb der eine oder andere Skifahrer wohl lieber zu Hause geblieben sei. Dennoch seien 53 Skitage recht erfreulich. „Damit liegen wir im guten Durchschnitt. Wir hatten auch schon 100 Lifttage. Das ist aber schon lange her“, erinnert sich Wolfgang Neidlinger.

Problematisch sei in dieser Saison allerdings gewesen, dass „wir drei Mal von Null anfangen mussten, weil der Schnee komplett geschmolzen war“. Als es dann wieder geschneit hatte, musste die Piste zuerst wieder präpariert werden. „Das ist schon ein großer Aufwand“, sagt Wolfgang Neidlinger.

Zufrieden mit der Saison ist auch Marianne Allgaier vom Skilift an der Pfulb bei Schopfloch: „Es war zwar kein Top-Winter, aber mit 41 Lifttagen lag er über dem Durchschnitt.“ Was fehlte, war schlichtweg das Geschäft in den Weihnachtsferien. Das habe man in den Faschingsferien auch nicht mehr aufholen können.

An der Pfulb wurde die Saison ebenfalls vor Kurzem beendet – bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. „Das Wetter war an diesem Tag zwar super, aber es war trotzdem nicht mehr so viel los“, erzählt Marianne Allgaier. „Die Leute hatten einfach genug vom Skifahren.“

Insgesamt habe der dunkle Winter nicht dazu geführt, dass weniger Skifahrer und Snowboarder an die Pfulb kamen. „Dafür waren aber weniger Langläufer unterwegs. Das haben wir auch in der Pfulbhütte festgestellt“, sagt Marianne Allgaier, die zusammen mit ihrer Schwägerin Doris Weber für die Einkehrer Linsen mit Spätzle, Flädlessuppe und weitere Leckereien kochte. „Das ist sehr viel Arbeit, aber wir machen es gerne“, betont sie.

An knapp 30 Tagen war der Och­senwanger Skilift in dieser Saison in Betrieb, informiert Michael Mall. „Damit sind wir zufrieden“, sagt der Liftbetreiber und verweist auf die schlechte Saison 2011/12 mit gerade einmal zehn Lifttagen.

Deutlich besser als im vergangenen Winter sieht die Skisaison auch für Angela Gödrich aus, die den Skilift in Donnstetten betreibt. Sie registrierte 61 Lifttage. In den Faschingsferien hätten sehr viele Menschen den Donnstetter Lift angesteuert. Auch das Fahren bei Flutlicht – teilweise bis 22 Uhr – sei von Familien und Berufstätigen überaus gut angenommen worden. „Vor allem für die Kinder ist das Flutlichtfahren etwas Besonderes“, weiß Angela Gödrich. Sie weist darauf hin, dass am Donnstetter Skilift bald die Sommerbobbahn-Saison beginnt: Ab Samstag, 23. März, lockt die Bahn zu rasanten Abfahrten.

Begeistert von der Skisaison 2012/13 ist Thomas Geiger vom Skilift Bläsiberg im Schöntal in Wiesensteig: „Die Saison war super!“, freut sich der Skilift-Geschäftsführer des größten Skigebiets in der Region und fügt hinzu: „33 Lifttage sind für Wiesensteig viel.“ Zwar habe sich die Sonne in diesem Winter zu selten blicken lassen, doch die Schneeverhältnisse seien von Ende Januar an sehr gut gewesen.