Schon die Ägypter entdeckten, dass die Erde nicht genau 365 Tage benötigt, um die Sonne zu umkreisen, sondern einen viertel Tag mehr. Im Jahr 46 vor Christus führte Julius Cäsar den Julianischen Kalender ein, der aus jedem vierten Jahr ein Schaltjahr mit 366 Tagen machte. So entsprach ein Jahr fast einem Sonnenjahr – aber eben nicht ganz. Denn eigentlich braucht die Erde nicht genau 365,25 Tage, um die Sonne zu umrunden, sondern 365,242199. Dieser Fehler hatte Auswirkungen auf die Jahreszeiten: Der Frühlingsanfang verschob sich immer mehr in den Winter. Papst Gregor XIII korrigierte deshalb den Kalender um elf Minuten und 14 Sekunden und führte den Gregorianischen Kalender ein. Ein Sonnenjahr dauert demnach 365 Tage, fünf Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Das Schaltjahr gibt es weiterhin – aber nicht mehr einfach alle vier Jahre. Die Rechnung ist etwas komplizierter geworden: So fallen alle durch 100 teilbaren Schaltjahre aus. Alle Schaltjahre, die durch 400 teilbar sind, bleiben jedoch Schaltjahre. Das Jahr 2000 war also ein Schaltjahr, 2100 wird hingegen keines sein. In Kirchheim haben heute übrigens 23 Menschen Geburtstag. In ganz Baden-Württemberg gibt es rund 7 000 Schaltjahr-Geburtstagskinder.
Warum gibt es überhaupt den 29. Februar?
