Esslingen. Schon am vergangenen Sonntagabend konnten die Kriminalbeamten der Sonderkommission Obertor einen polizeibekannten 23-jährigen türkischen Staatsangehörigen aus dem Kreis Esslingen festnehmen. Am selben Abend stellte sich dann auch der 20-jährige Bruder des Mannes – der von der Inhaftierung erfahren hatte – auf das Anraten seiner Anwältin bei der Stuttgarter Polizei. Auch dieser Mann ist bei der Polizei kein Unbekannter.
Nach intensiven Ermittlungen nahmen die Fahnder der Sonderkommission dann am Vormittag des Heiligen Abend zwei weitere 21 und 23 Jahre alte Männer fest. Alle vier stehen im Verdacht, unmittelbar an der Auseinandersetzung in der Entengrabenstraße in Esslingen beteiligt gewesen zu sein. Die jungen Männer wurden zwischenzeitlich wegen gemeinschaftlichen Mordes einem Haftrichter vorgeführt und sitzen nun in Untersuchungshaft. Bislang konnten die Beamten der Sonderkommission sieben mutmaßliche Täter festnehmen.
Gestern konnten die Beamten einen weiteren Tatverdächtigen festnehmen. Der 20-jährige polizeibekannte türkische Staatsangehörige stellte sich am Donnerstagvormittag der Esslinger Polizei. Noch am Nachmittag wurde der junge Mann einem Richter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Neben dem tödlich verletzten 22-Jährigen wurden bei der Auseinandersetzung nach bisherigen Ermittlungen fünf Beteiligte schwer und fünf leicht verletzt. Bis auf den schwer verletzten 21-jährigen Bruder des Getöteten konnten alle Verletzten, die stationär in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten, die Kliniken inzwischen wieder verlassen.
Staatsanwaltschaft und Polizei setzen alles daran, diese schwere Straftat schnellstmöglich aufzuklären. Die Sonderkommission Obertor hat deshalb auch während der Weihnachtsfeiertage in Vollbesetzung gearbeitet. Auch in den nächsten Tagen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. lp
