Bauen und Wohnen
Wohnungsbau stabilisiert sich

Bau-Turbo in Verbindung mit EH 55-Förderung

Die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau hat sich im Jahresverlauf 2025 spürbar stabilisiert. Foto: Jörg Bächle
Die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau hat sich im Jahresverlauf 2025 spürbar stabilisiert. Foto: Jörg Bächle

ots. „Die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau hat sich im Jahresverlauf 2025 spürbar stabilisiert. Auch im November zeigt sich mit einem Plus von 12 Prozent eine positive Entwicklung. Gleichwohl ist zu berücksichtigen, dass das Ausgangsniveau sehr niedrig war: Preisbereinigt liegt das Auftragsvolumen im Wohnungsbau bis November 2025 noch immer um 16 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Jahres 2022.

Vor diesem Hintergrund bleibt es entscheidend, die investiven Rahmenbedingungen zu stabilisieren. Der Bau-Turbo in Verbindung mit der EH 55-Förderung setzt hierfür die richtigen Impulse. Die EH-55 -Förderung muss auch für Neubauvorhaben verlässlich verstetigt werden. Die degressive AfA sollte an den EH-55-Standard angepasst werden und nicht länger am EH-40- Standard ausgerichtet sein. Insbesondere der Mietwohnungsbau würde hiervon deutlich profitieren", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Konjunkturdaten zum Bauhauptgewerbe für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

Investitionssicherheit schaffen

Pakleppa macht abschließend deutlich, dass es nun vor allem darauf ankommt, Investitionssicherheit zu schaffen: „Die Zahlen machen Mut, sind aber kein Selbstläufer. Damit sich die Stabilisierung verstetigt, brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und konjunkturelle Impulse. Bund und Länder müssen die Kommunen als wichtigsten öffentlichen Auftraggeber mit genügend Investitionsmitteln, auch aus dem Sondervermögen, ausstatten. Positive Entwicklungen wie beim Wohnungsbau dürfen nicht durch eine überstürzte Debatte zum Gebäudemodernisierungsgesetz ausgebremst werden. Nach wie vor gilt: Bauen statt Bremsen.“