„Bedeutendste Bauprojekte verwirklicht“
Ziegler will BM bleiben

Seine Bewerbung für eine weitere Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Wendlingen hat Frank Ziegler längst abgegeben. Ges­tern zog er Bilanz und zeichnete seine Vorstellungen einer künftigen Stadtentwicklung auf. Bei der Wahl am 3. Juli treten neben dem amtierenden Stadtoberhaupt der Kirchheimer Hauptamtsleiter Steffen Weigel und der Wendlinger Filippo Farazza an.

Wendlingen. Unter dem Motto „unabhängig, kompetent, erfolgreich“ bewirbt sich der amtierende Bürgermeister um eine zweite Amtszeit. Die Bilanz Zieglers über die letzten acht Jahre ist lang. 59 Beispiele listet er auf. Das fängt bei der Einrichtung des Museum an, geht über die Einführung des neuen Finanzwesens, die Resolution gegen eine zweite Startbahn am Flughafen, die Entwicklung eines Sponsorenmodells für die Galerie oder die Sanierung der Beleuchtung der Sporthalle Im Grund und endet mit der Einführung der flexiblen Nachmittagsbetreuung an Grundschulen.

Ziegler spricht von einer erfolgreichen Amtszeit, die „mit Abstand diejenige in der gesamten Stadtgeschichte war, in der die bedeutendsten Bauprojekte beschlossen und verwirklicht, aber auch die größten Investitionen in die Zukunft der Stadt Wendlingen getätigt wurden“.

Ziegler räumt ein, dass für einige der Projekte die Pläne bereits vorlagen. Er habe diese auf die wirklichen Bedürfnisse abgespeckt. Der Erfolg sei nie auf einen allein zurückzuführen, sondern immer eine Gemeinschaftsleistung. Gefragt nach den für ihn wichtigsten Projekten nennt Frank Ziegler den Treffpunkt Stadtmitte und den neuen Sportpark Im Speck. An zweiter Stelle steht für ihn der Einstieg in die Kleinkindbetreuung.

Hohen Stellenwert hat für Frank Ziegler aber auch der S-Bahn-Anschluss. Die Forderung nach einem zweiten S-Bahn-Halt am Speckweg stehe unverändert im Raum. Noch in diesem Jahr werde das Projekt durch den Bau des zentralen Omnibusbahnhofs ergänzt. Eine weitere Verbesserung verspricht er sich durch die Schaffung einer Stadtbuslinie.

Stolz ist Ziegler auf die Einführung des Ganztagsschulbetriebs an der Ludwig-Uhland-Schule. Umfassende Baumaßnahmen hätten die Atmosphäre in der Schule ungemein verbessert. „Jeder Euro für dieses Projekt war die Investition wert.“ In diesem Zusammenhang legt er Wert auf die Feststellung, dass sämtliche Projekte ohne die Aufnahme von Krediten geschultert wurden, ganz so wie er es bei seinem Amtsantritt im Jahr 2003 versprochen habe. Sicherlich seien die Rücklagen nach unten gegangen. Die Bürger hätten aber einen großen Gegenwert erhalten.

Gefragt nach seinem Verhältnis zum Gemeinderat, spricht Ziegler von einem „nicht einfachen Gremium, in dem wenige Schlüsselpersonen versuchen, die Meinung vorzugeben“. Er sei stets bemüht, gut und fair zusammenzuarbeiten, das gehe nicht immer, weil es häufig gerade an der Fairness fehle. Statt die Verwaltung als Feindbild zu betrachten, solle der Gemeinderat mit der Verwaltung an einem Strang ziehen – zum Wohl der Stadt. Den Brief aller Fraktionen im Gemeinderat, in dem diese ein deutliches Signal gegen den Amtsinhaber senden, sieht Frank Zieg­ler „entspannt“. Der Gemeinderat habe bei der Bürgermeisterwahl 22 Stimmen, er vertraue auf die rund 11 000 Wahlberechtigten der Stadt. „Wie viel mehr kann eine Stadt denn noch haben? Wir haben in den letzten acht Jahren wahnsinnig viel geschafft.“

Ziegler setzt den Schwerpunkt für Investitionen in die Zukunft auf die Bildung. Die Kleinkindbetreuung und flexible Betreuungszeiten in den Kindertageseinrichtungen sollen weiter ausgebaut werden. In der Lauterschule will Ziegler ein Kinder- und Familienzentrum starten, um junge Familien zu stärken. Vorantreiben will Ziegler die Ganztagsschule in allen Wendlinger Schularten. Und da spiele der Mensa-Neubau im Schulzentrum Am Berg eine wichtige Rolle.

Auf seine Fahnen geschrieben hat Ziegler den Ausbau der „WendlingenCard“ und des ehrenamtlichen Engagements, wie es im Museum, der Galerie, im MiT oder im WeRT vorbildlich betrieben werde. Und da zählt er die Arbeit der vielen Vereine dazu. Gehobenes Wohnen könne in einem Teilbereich des Baugebiets „Schillings-/Gassenäcker“ entstehen; der „Lauterpark“ erleichtere jungen Familien den Einstieg in eigenen Wohnraum. Die Lücke im Lauterbegleitweg Höhe Ludwigstraße soll geschlossen, die Fortsetzung des Um- und Ausbaus der Kirchheimer Straße sowie die Sanierung der Kapellenstraße samt Kreisverkehr realisiert werden.