Hagel, Unfall, Unwetter und Co.
Akute Vorsorge vor Schäden durch Starkregen

Elementa – Zentrum Naturgefahren gibt Tipps

Nach Hochwasser sind auf Höhe des Wasserstands Schimmelflecken zu sehen. Das Kinderzimmer musste komplett entkernt werden. Foto:
Nach Hochwasser sind auf Höhe des Wasserstands Schimmelflecken zu sehen. Das Kinderzimmer musste komplett entkernt werden. Foto: IFS / Elementa

pm. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor der ersten großen Hitzewelle des Jahres, die stellenweise von starkem Regen und insbesondere im Norden Deutschlands von schweren Gewittern begleitet werden kann. Bereits mit wenigen Handgriffen lässt sich ein Gebäude vor den schwerwiegendsten Folgen von Starkregen schützen.

Erste Schutzmaßnahmen an Gebäude und Grundstück
Lose Gegenstände wie Sonnenschirme, Gartenstühle oder Spielzeug können vom Wind verweht werden und Gefahrenquellen bilden, weshalb sie gesichert oder im Haus untergebracht werden sollten. Zudem müssen ebenerdige Zugänge, Fenster und Zuleitungen überprüft werden. Während bei gewöhnlichem Starkregen das Schließen von Fenstern und Türen ausreicht, sind bei anstehendem Wasser druckwasserdichte Türen, Fenster und Zuleitungsabdichtungen erforderlich. Leitet das Grundstücksprofil das Wasser eher zum Gebäude hin, wird zu zusätzlichem Schutz geraten, etwa durch den Einsatz von Sandsäcken oder mobilen Schotts für Garageneinfahrten, Türen und Fensterrahmen.

Vorbereitung des Kellers und Eigenschutz im Notfall
Auch im Keller sollte der Schaden im Notfall präventiv so gering wie möglich gehalten werden. Wichtige Dokumente gehören in die oberen Stockwerke, Waschmaschinen und Trockner sollten erhöht aufgestellt werden, und wertvolle Gegenstände sollten so gelagert werden, dass sie im Ernstfall schnell nach oben getragen werden können. Dabei hat der Eigenschutz stets Priorität: Bereits bei geringem Wasserstand lassen sich Kellertüren oft nur schwer öffnen, wodurch die Gefahr besteht, eingeschlossen zu werden. Zudem droht Lebensgefahr durch Stromschläge, sobald das eindringende Wasser mit Elektrizität in Berührung kommt. Bei eindringendem Regenwasser sollte der Strom im Keller umgehend abgestellt werden; im Zweifel ist der Aufenthalt in den oberen Etagen sicherer.

Langfristige Vorsorge und digitale Informationsangebote
Da Starkregen und Überschwemmungen infolge des Klimawandels nachweislich zunehmen, empfiehlt sich eine frühzeitige Überprüfung der Gebäude auf Naturgefahrensicherheit. Das Zentrum Naturgefahren bietet auf seiner Website www.elementa.org ein adressgenaues Risiko-Radar an, mit dem die Gefährdung des eigenen Hauses ermittelt werden kann. Ergänzend bieten anschauliche Ratgeber Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Schutz vor Starkregen, Hochwasser sowie Hagel, und ein exklusives Bauteilregister zeigt eine Vielzahl resilienter Bauteile wie Fenster, Türen und Dachziegel.

Über Elementa
Elementa – Zentrum Naturgefahren ist ein Service der öffentlichen Versicherer und des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V. (IFS). Mit seinem Start im Mai 2026 dient es als verlässliche Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, praktischer Vorsorge und konkretem Handlungswissen. Das komplett kostenfreie Angebot umfasst vorerst umfangreiche Informationen und adressgenaue Karten zu den Risiken Hagel, Starkregen und Flusshochwasser. Dieses Angebot wird sukzessive ausgebaut und um weitere Naturgefahren erweitert. Das Elementa-Team greift auf Erfahrungen eines kompetenten internationalen Netzwerks zurück und bündelt den aktuellen Forschungsstand sowie alle öffentlich zugänglichen Daten zur Gefahren- und Risikoabschätzung.