
Frida Klein, die im Flecken als „d‘ Ehreta Frida“ oder „dui mit ‘m Bulldog“ bekannt ist, fährt seit ihrem 18. Lebensjahr leidenschaftlich gerne Traktor. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte sie zusammen mit ihrem Vater den Führerschein. „Beim Lernen habe ich ihm geholfen“, erinnert sie sich an die Zeit nach Kriegsende. „Bulldogs kamen damals erst so richtig auf. Sie waren eine große Erleichterung bei der Arbeit auf den Äckern und Wiesen. Da mussten wir nicht mehr so viel laufen“, erzählt Frida Klein, deren Eltern eine Landwirtschaft betrieben. „Ich habe immer mitgeschafft“, fügt die Dettingerin hinzu. Vor 20 Jahren übernahm sie schließlich den elterlichen Betrieb.

Das Traktorfahren ist Frida Klein mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. „Ich bin es gewohnt seit meiner Lebtag“, betont sie schulterzuckend. Allerdings kann sie sich auch noch an die erste Fahrt mit ihrem Cormick erinnern, als ihr ein bisschen mulmig zumute war. „Damals haben wir den Bulldog in Nürtingen abgeholt. Mein Vater saß daneben und ich am Steuer. Das mit den Gängen wollte nicht so richtig klappen.“ Dennoch kamen die beiden heil und „ohne Blessuren“ in Dettingen an. Und heute läuft das Traktorfahren bei Frida Klein sowieso „em ahnegangs“.
„Der Cormick ist m e i n Fahrzeug“, unterstreicht die 83-Jährige entschieden. Ein Auto hatte und benötigte sie noch nie. Zwar nennt sie auch ein Fahrrad ihr Eigen, „aber da kann man nicht so viel transportieren“. Die Dettingerin kann sich ein Leben ohne ihren Trecker nicht mehr vorstellen. „Das Traktorfahren gefällt mir einfach, und es ist mir lieber als zu laufen. Deshalb fahre ich auf jeden Fall noch solange es geht . . . “
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