Infoartikel
Der Kreishaushalt in Zahlen

Reichten 1973 zur Erfüllung der Aufgaben des neu installierten Landkreises Esslingen noch rund 170 Millionen Mark aus, so liegt das Volumen des Jubiläumshaushalts 2013 inklusive Abfallwirtschaft und Kreiskliniken bei rund 700 Millionen Euro. Allein der Kernhaushalt des kommenden Etats liegt bei rund 400 Millionen Euro.
Kontinuierlich nahm auch die Bevölkerungszahl zu. Um rund 65 000 Einwohner ist der Landkreis seit seiner Gründung auf jetzt 518 000 angewachsen.
Der Sozialetat, der größte Brocken im Haushalt, sinkt gegenüber 2012. 2013 sind Leistungen in Höhe von 149 Millionen Euro eingeplant. 2012 waren es rund 152 Millionen Euro.
In der Sozialhilfe ist inzwischen die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung mit nahezu 59 Millionen Euro die finanziell bedeutendste und dynamischste Leistung. Im Haushaltsjahr zuvor waren es noch 56,3 Millionen Euro.
Ein Aufgaben- und Investitionsschwerpunkt sind die Kreisschulen. Laut mittelfristiger Investitionsplanung liegen die Ausgaben in den Jahren 2014 und 2015 jährlich bei rund 20 Millionen Euro. Wobei Landrat Heinz Eininger aufgrund der weiteren Aufgaben und Belastungen dies nicht für ausreichend hielt und appellierte, das Jahr 2013 dafür zu nutzen, die Investitionen, nicht nur im Schulbereich, zu priorisieren. 
Landesweiter Spitzenreiter bei den ÖPNV-Kosten einschließlich der Schülerbeförderung ist der Landkreis in diesem Jahr zum ersten Mal mit über 30 Millionen Euro. Die vier Verbundlandkreise in der Region Stuttgart finanzieren rund 54 des Zuschussbedarfs aller Landkreise in Baden-Württemberg. „Dies belegt die Schieflage der Landesförderung.“
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises nimmt mit der Photovoltaikanlage „Weißer Stein“ demnächst eine weitere Großanlage in Betrieb. Rechnet man die Module des Kompostwerks und die auf der Deponie „Ramsklinge“ sowie die weiteren Anlage auf kreiseigenen Gebäudedächern hinzu, so wird der Landkreis mit einer jährlichen Stromernte von rund 3,4 Millionen Kilowattstunden neben der Neuen Messe Stuttgart der größte Solarstromproduzent im Kreis sein.
Schulden: „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not.“ Dieses Prinzip machte sich der Landkreis bereits 2007 zu eigen. Damals hatte er einen Schuldenberg von 154 Millionen Euro. Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte er auf 96 Millionen Euro abgetragen werden. Dennoch bereitete dem Landrat die Entwicklung der Schulden bis 2016 Sorgen. Im Kernhaushalt werde der Kreis wieder aufgrund der großen Investitionen in Schulen, ÖPNV, Sanierung des Landratsamtes auf den Stand von 2007 mit rund 157 Millionen Euro kommen. Deshalb will der Kreisverwaltungschef „vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, zeitlich entzerren“ und im kommenden Jahr Vorschläge dazu unterbreiten.