Lohle
Lohle

Lohle

Hellwach, scharfsinnig und tatendurstig - wer im Schwäbischen als Lohle durchs Leben geht, ist all das gewiss nicht. „Des isch vielleicht a Lohle“ kommt einem harten Urteil gleich und beschert einen Ruf, den „Mann“ nur schwer wieder loskriegt. Bezeichnenderweise ist ein Lohle immer männlich. Er gilt als behäbig, antriebsschwach, mitunter verletzlich, leicht zu beeinflussen und meist auch etwas einfältig. Der Lohle hat gesellschaftlich einen schweren Stand, weil er oft ausgegrenzt, übervorteilt und vom anderen Geschlecht ignoriert wird. Findet ein Lohle am Ende doch ein gleichgeartetes Gegenstück, dann nennt man das Bähmull.