Eine schöne Bescherung: „Rauchentwicklung an einem landwirtschaftlichen Anwesen.“ Um 9.40 Uhr traf die Meldung bei der Kirchheimer Feuerwehr ein, und die Einsatzkräfte konnten sich anschließend mit zig Kubikmetern Wasser auf den Heiligen Abend einstimmen. Zunächst einmal ging es darum, überhaupt Schlauchleitungen aufzubauen.
„Wir haben hier etwa 100.000 Liter Wasser zur Verfügung, aus verschiedenen Zisternen. Zusätzlich können wir noch auf die Wasserversorgung aus dem öffentlichen Netz bauen“, sagte Kirchheims Stadtbrandmeister Michael Briki vor Ort, an der Klaus-Holighaus-Straße zwischen Autobahn und Hahnweide. Das Wasser war nötig, um das Holzhackschnitzel-Material, das am Morgen in Brand geraten war, über viele Stunden hinweg abzulöschen.
„Das ist ein Riesenberg, der da glostet“, führte Michael Briki weiter aus. „Der Berg ist 150 bis 170 Meter lang, etwa 30 Meter breit und sechs Meter hoch – und es brennt im Kern.“ Also war das Recycling-Material auseinanderzuziehen und zu löschen, mithilfe von Radladern und Baggern. Die Arbeiten dauerten bis 6 Uhr morgens am ersten Weihnachtstag.
Im Einsatz waren die Abteilungen Stadtmitte, Ötlingen, Jesingen und Nabern – mit 72 Feuerwehrleuten und 13 Fahrzeugen. Die Drohne aus Nabern konnte wieder einmal wertvolle Hilfe leisten beim Aufspüren der Glutnester. Für den Stadtbrandmeister war besonders die Zusammenarbeit unter den Abteilungen hervorzuheben: „Dadurch konnten wir auch die Sicherheit in der Stadt gewährleisten, weil genügend Leute zur Verfügung standen – an einem Tag wie Heiligabend.“ Nicht alle brauchten danach noch unbedingt brennende Kerzen am Baum.

