Finanzierung
Die Halle taucht frühestens im nächsten Haushalt auf

Kirchheims Stadtverwaltung ermittelt bis Mitte 2026 den konkreten Bedarf für Schulen und Vereine.

Der grundsätzliche Bedarf an Hallenkapazitäten für Kirchheims Schul- und Vereinssport ist unbestritten.   Archiv-Foto: Markus Br
Der grundsätzliche Bedarf an Hallenkapazitäten für Kirchheims Schul- und Vereinssport ist unbestritten.   Archiv-Foto: Markus Brändli

Wie geht es weiter mit dem Bau einer dringend benötigten Sporthalle in Kirchheim? In den nächsten beiden Jahren wird nicht viel passieren – so viel steht fest, nachdem der Gemeinderat den Doppelhaushalt für 2026/27 verabschiedet hat. Der Bedarf ist unbestritten, sowohl im Ratsrund als auch innerhalb der Stadtverwaltung. Was fehlt, sind die finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

Die Freien Wähler verweisen auf die Option, einen Hallenneubau mittels Investorenmodell zu stemmen. Investor wären in diesem Fall die Profi-Basketballer, die ebenfalls eine neue Sporthalle benötigen, wollen sie auf Dauer in Kirchheim bleiben. Im Idealfall ließe sich der Bedarf aller Beteiligten stillen – der Schulen, der Vereine und der Prof-Sportler. 

Aber wie soll es zu dieser Halle kommen? Es ging um 40.000 Euro zur Erstellung eines Finanzierungskonzepts, das aufzeigen soll, wo die notwendigen Mittel für die geplante Großsporthalle herkommen könnten.

Für SPD-Stadtrat Marc Eisenmann stand aber im Vordergrund, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen: „Nach der Sportentwicklungsplanung brauchen wir eine Dreifeldsporthalle am Sportpark zwischen Freibad und Schlossgymnasium – und zusätzlich eine Einfeldsporthalle für den Freihof.“ Sein Fazit: „Da sollten wir erst einmal bündeln, was überhaupt unser Auftrag ist, auch im Hinblick auf ein Finanzierungskonzept. Sonst beauftragen wir dieses Konzept, ohne zu wissen, wie eine neue Sporthalle denn eigentlich aussehen soll.“

Deshalb beantragte er, erst einmal den konkreten Bedarf zu ermitteln und anschließend mögliche Projekte vorzustellen, einschließlich Konzepten zur Finanzierung. Das war auch der Vorschlag der Stadtverwaltung in den Vorberatungen der Ausschüsse gewesen: Bis Mitte 2026 will das Rathaus entsprechende Daten und Fakten liefern.

„Um konkrete Planungsraten ist es für diesen Haushalt gar nicht gegangen“, betonte Oberbürgermeister Pascal Bader in der Debatte. In der Analyse seien sich ohnehin alle einig: „Uns fehlen Hallenkapazitäten.“ Vom Investorenmodell dagegen ist der Rathauschef alles andere als überzeugt. „Solche Überlegungen gab es auch schon vor dem Bau des Verwaltungsgebäudes." Die Stadt habe sich aber aus unterschiedlichen Gründen wieder davon verabschiedet.

Letztlich hat der Gemeinderat den Anträgen Marc Eisenmanns mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Befürworter der 40.000 Euro für ein Finanzierungskonzept konnten hinterher immerhin – mit zwei Stimmen Mehrheit – einen Teilsieg verbuchen: Das Geld bleibt im Haushaltsplan enthalten, wird aber mit einem Sperrvermerk versehen. Erst wenn sich also abzeichnet, was tatsächlich finanziert werden soll, können die Mittel für das Konzept abgerufen werden.