„Unfall mit eingeklemmter Person, das Fahrzeug liegt auf der Seite“: So lautete der Alarm, der am Neujahrsmorgen kurz nach 7 Uhr bei der Kirchheimer Feuerwehr eingegangen war. Kirchheims Stadtbrandmeister Michael Briki kann sich aber an keinen vergleichbaren Unfall erinnern: „Als wir angekommen sind, mussten wir feststellen, dass das Auto in einem Baum hing.“ Der Fahrer sei ansprechbar gewesen, habe aber noch lange in seinem Jeep ausharren müssen: „Die Rettung war technisch sehr anspruchsvoll. Sie hat sich über mehrere Stunden hingezogen.“
Zunächst einmal war das Fahrzeug zu sichern. Durch einen Kran, der von der Flughafenfeuerwehr Stuttgart anzufordern war, konnte der Jeep dann auf die Straße gebracht und auf die Räder gestellt werden. Danach begann die Bergung des 16 Jahre alten Fahrers, der im Fahrzeug eingeklemmt war. Per Rettungshubschrauber kam der junge Mann anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, gegen 10.30 Uhr.
Nach Polizeiangaben war der 16-Jährige, der ohne Führerschein unterwegs war, von Notzingen kommend in einer Linkskurve auf der Notzinger Steige – auf Höhe der Einmündung des Franz-Schubert-Wegs – nach rechts gegen eine Leitplanke gekommen und auf dieser quasi in Richtung Baum „geschanzt“. Weil die Straße oberhalb des Fußwegs liegt, kam es zu einer „Endlage in circa vier Metern Höhe“.
Als Ursache für den Unfall nennt die Polizei „nicht angepasste Geschwindigkeit“. Weil außerdem gewisse Verdachtsmomente für eine Alkoholisierung des 16-Jährigen gesprochen haben, wurde ihm im Krankenhaus eine Blutprobe abgenommen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 35.000 Euro.

