Bescherung
Mosolf verteilt Spenden zu Weihnachten

Zwölf Kirchheimer Schulen und Organisationen erhalten Schecks über jeweils 2000 Euro. Der Kirchheimer Fahrzeuglogistiker unterstützt dadurch die Stadtgesellschaft – mit Investitionen in die Bildung.

Nicht nur der Weihnachtsbaum stand in der Firmenzentrale der Mosolf-Gruppe bereit: Auch Spendenschecks in Höhe von insgesamt 24.
Nicht nur der Weihnachtsbaum stand in der Firmenzentrale der Mosolf-Gruppe bereit: Auch Spendenschecks in Höhe von insgesamt 24.000 Euro waren vorbereitet, um an die Repräsentanten von Kirchheimer Schulen und Organisationen übergeben zu werden. Foto: Andreas Volz

Um weihnachtliche Gaben auszuschütten, hatte die Mosolf-Gruppe Vertreter zahlreicher Schulen und Organisationen eingeladen. „Wir wollen zeigen, dass wir zu Kirchheim stehen – und zu den Partnern, die uns in Kirchheim wichtig sind“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jörg Mosolf. „Es geht uns darum, Kindern die Chance zu geben, sich Optionen zu erarbeiten, um die Zukunft zu gestalten.“ Deshalb gehen die Spenden an Organisationen, die ihren Beitrag dazu leisten können. „Das Unternehmen, der Vorstand und die Familie unterstützen das“, betonte der Hausherr am Kirchheimer Hauptsitz des Logistik-Unternehmens.

Bildung ist mehr als Fachwissen

Investitionen in die Bildung sind auch Investitionen in die Zukunft eines Arbeitgebers: „Wir beschäftigen weltweit 3500 Mitarbeiter.“ Dabei komme es auf die Fachkompetenz an, aber es brauche noch viel mehr, um im Team erfolgreich zu sein. Unabhängig von seinen fachlichen Fähigkeiten müsse ein Abteilungsleiter eben auch seine Leute führen können. Für die einzelne Abteilung gilt also dasselbe, was Jörg Mosolf zur Strategie eines Unternehmens sagt, nicht nur seines eigenen: „Wir müssen Verantwortung übernehmen und uns anpassen, wenn sich die Welt verändert. Wir müssen die Dinge globaler betrachten. Wenn wir das nicht tun, müssen wir mit dem leben, was andere machen.“

Die Mosolf-Gruppe habe im vergangenen Jahr weiter expandiert: „Wir sind gut unterwegs und wirtschaftlich sehr gesund. Wir sind internationaler geworden. Wir sind in den USA aktiv, in Saudi-Arabien und in China. Da muss man auch aus der Komfortzone rauskommen und in diesen Märkten präsent sein.“ Wenn Deutschland als Exportland nicht mehr so in Erscheinung trete, wie das jahrzehntelang der Fall war, „dann müssen wir eben in andere Projekte reingehen“.

Letzteres gilt auch für Jörg Mosolf selbst, der bekanntgab, dass er zum 1. Februar seinen Vorstandsposten an einen Nachfolger abgeben werde – mit einer Übergangsfrist bis 1. Juli: „Ich will dann das internationale Geschäft übernehmen, und dafür schaffe ich mir die Freiräume, indem ich mich nicht mehr bis ins Detail um Datenschutz, Compliance, Nachhaltigkeit und viele andere solche Dinge kümmern muss.“ Am Standort Kirchheim seien die Planungskosten für das neue Verwaltungsgebäude des Unternehmens bereits freigegeben. „Das Haus und die Familie sind in Kirchheim verankert, und das bleiben wir auch.“

Bekenntnis zum Schulstandort 

Nicht nur für dieses klare Bekenntnis bedankte sich Kirchheims Oberbürgermeister Pascal Bader im Anschluss, sondern vor allem für die Spendenaktion – aus gegebenem Anlass: „Ihnen ist es nicht egal, wie es der Gesellschaft vor Ort geht. Und es ist gut, wenn Sie in die Bildung investieren. Wir als Stadt haben das auch getan und viel in die Kitas investiert. Als nächstes sind die Schulen dran.“ Allerdings sei die Situation einer Kommune nicht vergleichbar mit der eines Unternehmens: „Wer einen Auftrag übernehmen soll, dafür aber nur die Hälfte der Kosten erstattet bekommt, der würde das als Unternehmen ablehnen. Wir als Stadt können das leider nicht.“

Was aber niemand ablehnen konnte – und auch nicht wollte: die Spendenschecks. Jeweils 2000 Euro erhielten die folgenden neun Kirchheimer Schulen oder auch deren Fördervereine: das Ludwig-Uhland-Gymnasium, das Schlossgymnasium, die Freihof-Realschule, die Teck-Realschule, die Alleenschule, die Raunerschule, die Konrad-Widerholt-Förderschule, die Janusz-Korczak-Schule und die Lindachschule Jesingen. Weitere 2000 Euro gingen jeweils an das Mehrgenerationenhaus Linde, an die Familien-Bildungsstätte sowie an „Starkes Kirchheim“. Die Gesamtsumme der Spenden liegt bei 24.000 Euro.