Einsatz
Notaufnahme der Medius Klinik vorübergehend evakuiert

Die Feuerwehr Kirchheim wurde wegen eines Gasalarms ans Kirchheimer Krankenhaus gerufen. Es wurden umfassende Messungen durchgeführt. Daraufhin konnte Entwarnung gegeben werden.

An der Kirchheimer Medius Klinik mussten Chlorgas-Messungen durchgeführt werden. Es gab Entwarnung.  Foto: Jörg Bächle
An der Kirchheimer Medius Klinik mussten Chlorgas-Messungen durchgeführt werden. Es gab Entwarnung. Foto: Jörg Bächle

Die Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Stadtmitte, wurde am Montag um 15.59 Uhr zu einem Einsatz in der Medius Klinik Kirchheim alarmiert. „Ein Gaswarnmelder im Bereich der Wasser-Chlordosierung hatte angeschlagen“, erklärt Stadtbrandmeister Michael Briki. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei ein leichter Chlorgeruch im Bereich des Klinik-Eingangs sowie im Dosierraum, der unter der Kantine der Klinik liege, wahrnehmbar gewesen. Erste Messungen seien umgehend durchgeführt worden, „dabei wurde eine sehr geringe Konzentration nachgewiesen.“ Er habe daraufhin den Gefahrgut-Messtrupp des Landkreises Esslingen nachgefordert, sagt Briki. Dieser verfüge über speziell ausgebildetes Personal, darunter einen Chemiker, sowie über besondere Messtechnik zur Analyse gefährlicher Stoffe. „Bei einem Objekt wie einem Krankenhaus mit einer hohen Anzahl an Patienten sowie regem Besucheraufkommen hat der Schutz und die Sicherheit der Menschen oberste Priorität.“

Während des Einsatzes wurden der Eingangsbereich der Klinik, die Kantine sowie die Notaufnahme geschlossen, evakuiert und weiträumig abgesperrt. Die Lüftungsanlage wurde vorsorglich abgestellt. „Nach rund zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Bei den erweiterten Messungen konnten keine Chlorkonzentrationen mehr festgestellt werden. Die Dosieranlage wurde außer Betrieb genommen und wird nun durch den Hersteller überprüft“, erläutert der Stadtbrandmeister. Für Patienten, Besucher und Mitarbeitende habe zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefährdung bestanden. 

Das bestätigt Klinik-Pressesprecher Max Pradler: „Der medizinische Alltag lief problemlos weiter. Wir hatten die Notaufnahme für die Dauer des Einsatzes von der Leitstelle abgemeldet, sodass etwaige Notfälle direkt nach Nürtingen geleitet wurden.“ Die betreffende Chlordioxidanlage der Klinik sei dafür da, um die Legionellen in den alten Leitungen zu bekämpfen, erklärt Pradler.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Kirchheim an der Medius Klinik mit fünf Fahrzeugen und 32 Feuerwehrangehörigen, der Gefahrgut-Messzug des Landkreises Esslingen, die Polizei und der Rettungsdienst.