Kirchheim. Am Rande eines politischen Spaziergangs zur Zukunft der Innenstadt am Freitagabend zeigte sich die CDU-Fraktionsvorsitzende Natalie Pfau-Weller offen für Gespräche darüber, ob die im Zuge der Sanierung versetzte Uhr an ihren alten Platz am Turm des Gebäudes zurückkehren könnte. Neuerdings befindet sie sich am Giebel des Wachthauses. Einer weiteren Diskussion über die Fassade erteilte Pfau-Weller indes eine Absage. In den vergangenen Tagen war eine Kontroverse über deren Gestaltung entbrannt. Nach der Sanierung präsentiert sich das Wachthaus, wie 2024 vom Gemeinderat beschlossen, wieder in seinem historischen, verputzen Zustand. Zuvor war seit 1957 das Fachwerk offengelegt gewesen. Pfau-Weller, die im Gemeinderat seinerzeit für den Erhalt des sichtbaren Balkenwerks gestimmt hatte, sagte jetzt: „Fachwerk wird’s nicht mehr geben.“
Der SPD-Stadtrat Andreas Kenner, der sich 2019 vehement gegen einen Verkauf des Wachthauses eingesetzt hatte, ließ indes offen, ob es dabei dauerhaft bleiben müsse. „Verkaufen kann man nur einmal“, sagte Kenner mit Blick auf die schwierige Haushaltslage der Stadt und den Hinweis des Kirchheimer Landtagsabgeordneten und früheren Stadtrats Andreas Schwarz (Grüne), nach dessen Einschätzung es keine kommunale Aufgabe ist, eine gastronomisch genutzte Immobilie vorzuhalten.

