Neubau
Rettung kommt künftig vom Hegelesberg

An der Nürtinger Straße in Kirchheim will der DRK-Kreisverband für rund fünf Millionen Euro eine neue Rettungswache erstellen lassen. Bestehende Angebote im Technischen Zentrum bleiben erhalten.

Noch ist die DRK-Rettungswache in der Kirchheimer Henriettenstraße untergebracht. Irgendwann geht es in Richtung Autobahn. Am He
Noch ist die DRK-Rettungswache in der Kirchheimer Henriettenstraße untergebracht. Irgendwann geht es in Richtung Autobahn. Am Hegelesberg will das Rote Kreuz neu bauen.   Foto: Andreas Volz

Noch steckt das Rote Kreuz in der Planungsphase. Aber immerhin steht der Standort bereits fest, an dem die neue Rettungswache des DRK-Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim entstehen soll: am Kirchheimer Hegelesberg, in unmittelbarer Nähe zur B 297 und letztlich auch zur Autobahn. Eigentlich ist es der DRK-Rettungsdienst Esslingen-Nürtingen, der Rettungswachen und Notarztstandorte im gesamten Landkreis betreibt und betreut.

Zum Einsatzbereich der Rettungswache Kirchheim, die bislang im Technischen Zentrum in der Henriettenstraße untergebracht ist, zählt die Region rund um die Teck, also auch das Lenninger Tal und das Lindachtal bis hinauf auf die Alb. Die bisherige Wache ist zu klein geworden, wie Maximilian Gerblich mitteilt. Er ist zuständig für das Projektmanagement innerhalb des DRK-Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim.

Drei Fahrzeuge mit jeweils drei Personen besetzen die Rettungswache rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche. Die Weiterentwicklung der Autos ist ein wesentlicher Grund für den Neubau am Hegelesberg. „Unsere Fahrzeuge sind deutlich größer geworden“, sagt Maximilian Gerblich. Demzufolge ist die vorhandene Rettungswache im Technischen Zentrum deutlich zu klein.

Es ist aber nicht so, dass das DRK einen kompletten Umzug plant. Die bisherigen Angebote, beispielsweise die Erste-Hilfe-Kurse für Fahrschüler, die schon Generationen von Menschen aus Kirchheim und Umgebung in die Henriettenstraße geführt haben, bleiben allesamt im Technischen Zentrum erhalten.

„Der Umzug an den neuen Standort bezieht sich rein auf die Notfallrettung“, erklärt Maximilian Gerblich. Notfallrettung habe mit allem zu tun, „was über den Notruf bei uns eingeht“. Über genaue Zeitpunkte gibt es bislang noch keine konkreten Aussagen: „Wir sind noch am Planen. Vor Ort ist deshalb auch nichts zu sehen.“

Eine Besichtigung des betreffenden Grundstücks an der Nürtinger Straße – zwischen der Tankstelle und den entstehenden Neubauten am Hegelesberg gelegen – bestätigt diese Aussage: Zu sehen gibt es dort tatsächlich rein gar nichts, außer Altglascontainern und dem Bauzaun des Nachbargrundstücks.

Es sei auch noch gar nicht absehbar, wann es losgeht, fügt Maximilian Gerblich hinzu. Immerhin ist der Bauantrag bereits eingereicht. Auf der Homepage des DRK-Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim zeigt eine Visualisierung, wie der Bau einmal aussehen soll, der als „eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Notfallversorgung im Landkreis Esslingen“ bezeichnet wird.

Zur Bedeutung des neuen Standorts gibt es auch Zahlen: Demzufolge leistet das Rote Kreuz von Kirchheim aus jedes Jahr rund 9500 Rettungswageneinsätze, 1800 Notarzteinsätze und knapp 4300 Krankentransporte. Zwei weitere Zahlen zur Zukunft: Der 650 Quadratmeter große Neubau soll etwa fünf Millionen Euro kosten.

Die neue Rettungswache sei indessen mehr als ein Gebäude: „Sie ist ein Garant dafür, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“ Weil jede Minute zählt, könnten dank des Neubaus „die Menschen in Kirchheim und Umgebung auch in Zukunft bestmöglich versorgt werden“.