Benefizkonzert
Zauberhafte Klänge zur Weihnachtszeit

Die Musikschule Kirchheim stellte mit vielen unterschiedlichen Ensembles in Martinskirche die ganze Bandbreite ihres Angebots vor – zugunsten der Weihnachtsaktion des Teckboten. 

Klangvolles Finale: Das Weihnachtskonzert der Kirchheimer Musikschule endete mit Smetanas „Moldau“.  Foto: Rainer Kellmayer

Es ist zur schönen Tradition geworden: Bereits seit 30 Jahren unterstützt die Musikschule Kirchheim mit den Spendeneinnahmen ihres Weihnachtskonzerts die Teckboten-Weihnachtsaktion, die soziale und gemeinnützige Projekte im Kirchheimer Raum fördert. „Über die Jahre konnten wir insgesamt mehr als 30.000 Euro für den guten Zweck spenden“, freut sich Musikschulleiterin Daniela Rathay.

Die Weihnachtskonzerte sind ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Musikschule. Stets sind sie ein Garant für volle Kirchen. Auch diesmal erwiesen sich die „Zauberhaften Klänge zur Weihnachtszeit“ als Publikumsmagnet: Die Kirchheimer Martinskirche war so voll besetzt, dass einigen Besuchern nur Stehplätze blieben.

Im facettenreichen Programm wurde den Zuhörern ein bunt schillerndes Kaleidoskop der Klangfarben und Melodien geboten. Dabei erstreckte sich die stilistische Vielfalt von barocken Kompositionen über schwelgerische Melodien und weihnachtliche Musik aus der Romantik bis hin zu Bedřich Smetanas bekannter Tonmalerei „Die Moldau“: Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Nach der schmetternden Eröffnungsfanfare eines Trompetenduos hörte man von der Empore herab zarte Saitenklänge. Engelbert Humperdincks bekannte Melodie „Abendsegen“ aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ wurde vom Harfenensemble ebenso gekonnt vorgetragen wie „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda.

Ein optischer und musikalischer Genuss war der Auftritt des Kinderchors. Die mit Nikolausmützen geschmückten Kinder sangen sich mit ihren hellen Stimmen in die Herzen der Zuhörer. Dann servierte das durch Kontrabass, Cajon und Schellenring verstärkte Klarinettenensemble Weihnachtslieder in neuem Klanggewand. Die Holzbläser übergaben den Staffelstab an die Streicholinos und das Junge Kammerorchester: Beide Ensembles begeisterten mit sanften Streichertönen.

„Musik und Musizieren ist wichtig für alle Menschen“, betonte Schulleiterin Daniela Rathay. „Sie ist keine Frage des Alters, sondern der Kreativität, der Kommunikation und der Freude am aktiven Tun. Musik macht das Leben reicher“.

Nach den brillanten Flötenvorträgen der Querpfeifer war Barockmusik vom Feinsten angesagt. Das groß besetzte Blockflötenensemble begeisterte mit homogenem Ensembleklang, technisch sicherem Spiel und stilistischer Präzision.

Dem Hauptchor ist es hoch anzurechnen, dass er seine Lieder auswendig vortrug. So konnten sich die jungen Choristen bei „Ein Stern über Bethlehem“ und „Da ist ein Licht“ ganz auf die Musik und die Reinheit des Chorklangs konzentrieren: Die rundum gelungene Leistung fesselte die Zuhörer.

Ein Projektchor geht neue Wege

„Da es immer schwieriger wird, junge Menschen für eine regelmäßige Teilnahme an Chorproben zu gewinnen, möchten wir mit unserem Weihnachts-Projektchor einen neuen Weg einschlagen“, sagte Daniela Rathay. Das Experiment ist gelungen. Der Premierenauftritt des Projektchors war bestens vorbereitet, überzeugte durch stimmliche Präsenz und ausgewogene Vierstimmigkeit.

Nachdem das Projektensemble „Holz und Quer“ in großer Besetzung eine prächtige Klangfülle in die Martinskirche gezaubert hatte, setzt die junge Querflötistin Apinaya Vithyapathy in Wolfgang Amadeus Mozarts „Andante C-Dur“ ein solistisches Glanzlicht.

Das Sinfonieorchester der Musikschule musizierte hier ebenso aufmerksam wie im nachfolgenden Finale: Bedřich Smetanas Tondichtung „Die Moldau“ schillerte in mannigfachen Klangfarben. Zum Schluss durfte auch das Publikum mitmachen. Als alle in einem gewaltigen Chor „Oh du fröhliche“ anstimmten, öffnete sich der Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest.