Leserbrief
Jährlich grüßt das Murmeltier

Wer als nichtsahnender Marktbesucher am vergangenen Donnerstag in Kirchheim wie gewohnt seinen Einkauf tätigen wollte, rieb sich, wenn er nicht zufällig Teckbotenleser war, zunächst einmal verwundert die Augen, hatte es die Beschicker doch an ganz andere Standorte als gewohnt verschlagen.

So war in meinem Fall der eine nach einigem Herumirren statt in zentraler Marktlage nun in Rathausnähe, der andere an der Nordseite der Stadtbücherei zu finden. Man kam sich vor wie in einem der zur Zeit aktuellen Maislabyrinthe. Dass da bei mir mit über achtzig und vielen anderen keine Freude aufkam – übrigens auf Nachfrage auch nicht bei den betroffenen und offenbar ziemlich angefressenen Beschickern –, ist hoffentlich nachvollziehbar.

Es drängt sich die Frage auf, ob das jetzt auf immer so bleiben muss und warum die Biertage nicht zum Beispiel im Marstallgarten oder wie das Weindorf auf dem Rollschuhplatz abgehalten werden können. Sind etwa den „Gerstensaftfreaks“ und „Schluckspechten“ die etwas längeren Wege nicht zuzumuten? Wer wirklich Durst hat, geht auch über die volle Distanz, denn: Durst ist immer noch schlimmer als Heimweh.

Dr. Ernst Kemmner, Kirchheim