Kirchheim
Kirchheim erhöht Zuschüsse für Tageseltern

Betreuung Die Stadt möchte mehr Tagespflegepersonen gewinnen und insbesondere für Kirchheimer Kinder unter drei Jahren mehr Plätze schaffen. Sie hat deshalb an vielen Stellen die Bedingungen verbessert.

Ab dem kommenden Jahr arbeiten Tageseltern in Kirchheim zu attraktiveren Bedingungen. Die Stadt Kirchheim und der Tageselternverein Kreis Esslingen haben eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen. Sie hebt die Zuschüsse für Tagespflegepersonen an vielen Stellen an.

„Der Tageselternverein im Kreis Esslingen ist seit vielen Jahren Bestandteil und wichtige Säule des Betreuungsangebotes der Stadt Kirchheim“, sagt die Kirchheimer Bürgermeisterin Christine Kullen. Mit der neuen Kooperationsvereinbarung verbinden die Stadt und der Tageselternverein auch die Hoffnung, mehr Tageseltern gewinnen zu können.

Aktuell gibt es 32 Tagepflegepersonen

Derzeit sind in Kirchheim 32 Tagespflegepersonen – davon 21 Kindertagespflegepersonen und elf Kinderfrauen – tätig. Während die Stadt bei den Förderkonditionen mit anderen Kommunen gleichzieht, geht sie in anderen Punkten richtungsweisende Wege. So wird etwa die Betreuung morgens bis 8 Uhr und abends ab 17 Uhr von der Stadt anteilig pro Randstunde mit der zusätzlichen Förderleistung des Landkreises bezuschusst. „Mit dieser Regelung zählt Kirchheim aktuell zu den Vorreitern im Landkreis“, sagt Sybille Schober, Geschäftsführerin des Tageselternvereins.

Bislang einzigartig ist die Höhe der Platzpauschale für selbständige Tagespflegepersonen: Zum einen wurde eine Erhöhung auf 100 Euro je Betreuungsmonat beschlossen. Zum anderen greift sie nicht mehr nur für „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“ – so genannte „TiagR-Gruppen“ –, sondern für alle selbständigen Tagespflegepersonen, sofern sie Kinder unter drei Jahren betreuen, die ihren Hauptwohnsitz in Kirchheim haben. „Dies gilt auch für Kinder, die von Tagespflegepersonen in anderen Kommunen betreut werden und soll einen weiteren Anreiz für die Betreuung von Kirchheimer Kindern schaffen“, erklärt Anne-Kathrin Schmid, Leiterin der Abteilung Bildung der Stadtverwaltung.

Weitere Tagespflege-Gruppen erwünscht

Weitere „TiaGR-Gruppen“ sind ausdrücklich erwünscht. Ein Grundsatzbeschluss ermächtigt die Verwaltung, mit dem Tageselternverein bis zu zwölf neue Gruppen einzurichten. Der Zuschuss für sie beläuft sich im ersten Jahr auf maximal 40 000 Euro. Bisher gibt es drei „TiagR-Gruppen“ im Stadtgebiet: eine in der Hindenburgstraße und zwei am Rand des Steingauquartiers. Zwei weitere Gruppen sollen in der Gaußstraße in der Bohnau entstehen, ein möglicher Standort für in Jesingen wird aktuell geprüft. pm