Tischtennis-Verbandsoberliga
Aufatmen in Kirchheim

Der VfL verschafft sich mit zwei Heimsiegen Luft im Tabellenkeller.

Das VfL-Quartett hat gut lachen: Am Doppelheimspieltag gelangen zwei 6:4-Erfolge. Foto: pr

Verbandsoberligist VfL Kirchheim hat am Doppelspieltag die volle Punkteausbeute eingefahren. Gegen Neckarsulm und Altshausen gab es jeweils einen 6:4-Erfolg

Gegen die SU Neckarsulm hatte es aber einen holperigen Start gegeben: Nach zwei Niederlagen am hinteren Paarkreuz lag der VfL schon mit 2:4 hinten. Allerdings war auf Simon Geßner Verlass, der auch sein zweites Einzel gewann. Patrick Strauch steuerte ebenfalls einen Viersatzsieg bei und glich zum 4:4 aus. Michael Roll und Klaus Hummel bewiesen Nervenstärke und machten mit zwei Fünfsatzsiegen den wichtigen Heimsieg perfekt.

„Gegen Altshausen verlief das Spiel dagegen mit wenigen Überraschungen und eher nach Plan“ berichtete Michael Roll nach dem erneuten 6:4-Sieg. „Es war klar, dass wir hinten punkten müssen. Das hat super geklappt, auch wenn Klaus gegen Jonas Strahl in einem sehr knappen Spiel alles reinlegen musste.“ Roll selbst gewann zweimal souverän mit 3:0.

Vorne konnte nur Simon Geßner gegen Toth punkten, Patrick Strauch unterlag hier knapp mit 11:13 im Entscheidungssatz. „Ein besonders Highlight war natürlich auch für uns der Auftritt von Dima Mazunov, der immer noch hervorragendes Tischtennis spielt“ zollte Roll dem Ex-Profi Respekt.

Neuverpflichtung aus Indien

Zu den zehn Punkten, die Kirchheim jetzt auf der Habenseite hat, kam am Montag mit Bekanntgabe der Rückrundenwechsel noch ein weiteres Pfund hinzu: Mit Raegan Albuquerque hat der VfL einen neuen Spitzenspieler verpflichtet. Der junge Inder spielte zuletzt in Kleinsteinbach/Singen und schlug dort 2024 die damaligen Kirchheimer Mangold und Alicic. „Raegan soll planmäßig in der Rückrunde für uns an den Start gehen, sofern hoffentlich alles gut geht mit seiner Einreise“, berichtet Abteilungsleiter Klaus Hummel. „Wir sind mit Raegan schon länger in Kontakt, er hatte auch schon mal bei uns vorletztes Jahr mittrainiert. Mit ihm soll der Klassenerhalt schnell gesichert werden, ich selbst kann dann die zweite Mannschaft verstärken.“

Mit diesem Modell haben die Teckstädter bereits gute Erfahrungen gemacht. „Durch Sanmaj Paranjape und Sudhansu Grover hatten wir bereits Unterstützung aus Indien, die uns als Abteilung nicht nur sportlich weitergebracht haben“ erinnert sich Hummel. „Dies erhoffen wir uns jetzt auch von Raegen. Das mittel- und langfristige Ziel bleibt aber ganz klar, dass wir mit eigenen Spielern aus der Region erfolgreich sein wollen. Unsere seit fünf Jahren sehr hochwertige und aufwendige Jugendarbeit trägt bereits erste Früchte: für den Wechsel unserer Nachwuchshoffnungen in den Aktivenbereich braucht es aber noch ein bisschen Übergangszeit.“