Zum Auftakt der Rückrunde ging es für die Kirchheimer um Head Coach Igor Perovic gegen die Baskets aus Münster, die erstmals auf ihren Neuzugang Philip Alston zurückgreifen konnten. Jedoch fehlten neben den langzeitverletzten Adam Touray und Bo Hodges auch Point Guard Julian Larry aufseiten der Gäste. Bei den Hausherren fehlte Nico Bretzel, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hatte, erkältungsbedingt. Sein Fehlen sollte sich im Laufe des Spiels bemerkbar machen.
Das erste Viertel dominierte Tylan Pope. Wie bereits im Hinspiel hatte Münster dem Kirchheimer Power Forward wenig entgegenzusetzen. Zwölf Punkte wanderten im ersten Viertel auf sein Konto, womit er die komplette Münsteraner Mannschaft punktetechnisch egalisierte.
Mit einem 23:12-Zwischenstand ging es ins zweite Viertel. Der Kirchheimer Angriffsmotor geriet nun ein wenig ins Stocken. Münster suchte immer wieder Nick McMullen und Alston, die ihre Physis nutzten, um erfolgreich zu punkten. Knights Head Coach Perovic setzte verstärkt auf eine große Aufstellung, um hier gegenhalten zu können. McMullen hatte bereits zur Halbzeit sieben Punkte und zehn Rebounds gesammelt. In die Halbzeit ging es beim Stand von 42:30.
Es folgte die kritischste Phase des Spiels für die Teckstädter. Die Gäste liefen nun kurzzeitig heiß und trafen drei Dreier in Serie. Der Vorsprung schmolz auf drei Punkte (50:47), woraufhin Kirchheims Phillip Russell per erfolgreichem Dreier umgehend die passende Antwort fand. In der Folge schalteten die Gastgeber wieder einen Gang höher und hielten den Vorsprung konstant bei etwa zehn Punkten.
Im Schlussviertel übernahm dann Chuck Harris. Der bis dato glücklos agierende US-Guard traf die entscheidenden Würfe und sammelte bis Spielende elf Punkte. Bei den Gästen schwanden zusehends die Kräfte und zum Spielende zogen die Kirchheimer nochmals etwas davon und erhöhten auf 82:63. „Wir haben die Punkte geholt, das ist entscheidend“, befand Perovic, „aber wir wissen auch, dass es kein gutes Spiel von uns war. In einigen Phasen haben wir uns zu sehr auf Eins-gegen-Eins-Situationen verlassen und das Tempo aus dem Spiel genommen. Das dürfen wir uns gegen Bremerhaven nicht leisten.“
Mit 24 Punkten wurde Pope Topscorer der Partie. In der Tabelle haben die Ritter als Sechster nun vier Punkte Abstand auf die Nicht-Play-off-Platzierungen. Am kommenden Wochenende reisen die Schwaben nach Bremerhaven zum Tabellenvierten. Mit einem Sieg am Sonntag könnten die Ritter an den Eisbären vorbeiziehen, doch die Nordlichter glänzen bislang mit einer herausragenden Heimstatistik. cs

