Owen. Die Partie begann für Owen, was die Defensive anging, fast perfekt. Erst nach elf Minuten gelang den Gästen der erste Treffer. Dass die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt lediglich mit 5:0 führten, lag an der ebenfalls nicht ruhmreichen Angriffsleistung. Lediglich einer ragte aus dem Owener Team heraus – das war Spielmacher Nico Sigel, auf dessen Konto sämtliche fünf Treffer gingen. Nach zwölf Minuten dann der Schock für Owen, als Sigel beim Wurfversuch von seinem Gegenspieler hart angegangen wurde und nach dieser Aktion nicht mehr weiter eingesetzt werden konnte. Schwach dabei das Verhalten der Schiedsrichter – nicht nur, dass die Aktion unbestraft blieb, die Gäste konnten sogar per Tempogegenstoß auf 2:6 verkürzen.
Somit übernahm Janick Lehmann fortan die Spielmacherrolle und führte sich mit einer sehenswerten Einzelaktion, die er mit einem Treffer abschloss, gut ein. Owen agierte vor allem in der Defensive sattelfest, allen voran Raphael Schmid und Matthias Büchele. Auch Thomas Langlinderer im Tor erwischte einen guten Tag und war sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Dass Owen seinen Vorsprung bis zum Seitenwechsel nicht deutlicher ausbauen konnte, lag vor allem am zunächst schwachen Rückraum der Gastgeber. So ging es mit einem 15:10 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Gäste auf 16:13 aus Owener Sicht. Danach unterbrachen zahlreiche unverständliche Entscheidungen der Unparteiischen auf beiden Seiten jeglichen Spielfluss. Die Partie spielte sich zwar zuvor schon nicht auf hohem Niveau ab, aber nach 40 Minuten war selbst davon nicht mehr viel übrig. Die Gäste stellten sich jedoch besser auf die völlig ohne Linie leitenden Unparteiischen ein. Insgesamt verhängten sie 26 progressive Bestrafungen gegen die beiden Mannschaften, und dies in einer nie unfairen Partie. Die Quittung für die Schiri-Leistung war im Anschluss eine fast einstündige Ansprache durch den anwesenden Schiedsrichterbeobachter.
Owen hielt trotz häufiger Unterzahl den Vorsprung bei vier Toren. Die Gäste versuchten mit einer Umstellung in der Abwehr zum Erfolg zu kommen. Doch hatte Fabrizio Mosca sein Visier besser eingestellt und traf für seine Farben. Trotz nicht unbedingt blendender Wurfquote war er mit acht Treffern am Ende erfolgreichster Owener Akteur. Dennoch konnten die Gäste knapp acht Minuten vor Spielende auf zwei Tore verkürzen. Doch näher herankommen ließen die Teckstädter die Waiblinger nicht mehr. Fabrizio Mosca markierte die letzten drei Treffer für Owen.
Am Ende stand eine knapper, aber dennoch verdienter 32:30-Erfolg für den TSV Owen. Damit überholten die Gelbhemden den TSV Dettingen/Erms in der Tabelle und stehen nun auf dem achten Platz. Gelegenheit zum Nachlegen gibt‘s am kommenden Samstag im Gastspiel beim TSV Heiningen II. Motivation dürften die Teckstädter genug haben, schließlich gilt es, sich für die bittere Heimniederlage im Hinspiel zu revanchieren.jb
TSV Owen: Langlinderer, Raichle – Bäuchle, Mosca (8), Lehmann (5), Dunkel (4), Schmid (5), Krüger (1), Meissner (3/1), Sigel (5), Jauss, Büchele (1), Bauer
VfL Waiblingen II: Sliue, Schöbel – Winkler (2), Westhauser, Grüninger (6), Müller (2/2), Dorn, Pfohe (4), Starz (1), Brugger (5), Schwarz (2), Becker (7), Raab (1)
Schiedsrichter: Marc Vogelmann und Markus Wußler (Oppenweiler/Großbottwar)
