Das Warten hat ein Ende. Ab dem heutigen Samstag rollt beim 62. Teckbotenpokal auf dem Sportgelände der Sportfreunde Dettingen wieder der Ball. Nach der Auftaktpartie um 14.30 Uhr zwischen den gastgebenden SFD und der SG Ohmden-Holzmaden treffen neun Tage lang 24 Mannschaften auf zwei Plätzen aufeinander, um am 2. August den Nachfolger von Titelverteidiger VfL Kirchheim zu ermitteln.
Der Teckbotenpokal ist dabei längst weit mehr als ein Vorbereitungsturnier. Er ist das größte Fußballfest der Region mit mehreren tausend Zuschauern, einem umfangreichen Rahmenprogramm und Hunderten Ehrenamtlichen, die das Event überhaupt erst möglich machen.
Sportlich richten sich die Blicke zunächst auf die beiden Bezirksligisten. Titelverteidiger VfL Kirchheim und der TSV Weilheim gehen als klassenhöchste Teams naturgemäß als Favoriten ins Rennen. Vor allem die Limburgstädter machen aus ihren Ambitionen keinen Hehl. „Unser Ziel ist ganz klar der Turniersieg“, hatte Abteilungsleiter Gianni Mantineo im vorfeld betont.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt der AC Catania Kirchheim. Nach den vereinsinternen Turbulenzen der vergangenen Tage tritt der Vizemeister der Kreisliga A2 lediglich mit einer Mannschaft an, die überwiegend aus Spielern der zweiten Mannschaft besteht. Die ursprünglich gemeldete zweite Mannschaft wurde kurzfristig durch den TSV Wernau ersetzt.
Doch der Teckbotenpokal lebt nicht allein vom Sport. Mehr als 630 Helferinnen und Helfer sorgen während der neun Turniertage für einen reibungslosen Ablauf. „Jeder hilft dort mit, wo er gebraucht wird“, sagt Orgachef Christian Renz. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl mache den besonderen Charakter des Turniers aus.
Diese Bedeutung hebt auch der Württembergische Fußballverband hervor. Für den Vorsitzenden des Verbands-Spielausschusses, Matthias Harzer, sind Turniere wie der Teckbotenpokal weit mehr als reine Sportveranstaltungen. „Sie zeigen eindrucksvoll, wie stark der Amateurfußball in der Region verwurzelt ist und wie intensiv Vereinskultur gelebt wird.“ Ohne Ehrenamt, betont Harzer, gäbe es keinen Amateurfußball. Gleichzeitig appelliert er, Fairplay und gegenseitigen Respekt trotz aller sportlichen Rivalität nie aus den Augen zu verlieren.
Auch neben den beiden Spielfeldern ist einiges geboten. An jedem Abend warten Live-Musik oder ein DJ, dazu kommen die traditionelle Ladies Night, die Players Night sowie ein Frühschoppen. Das inzwischen fest etablierte Ü32-Legendenturnier feiert nach einjähriger Pause seine Rückkehr. Sechs Mannschaften kämpfen am ersten und letzten Turnierwochenende um den Titel, den der TV Neidlingen zuletzt zweimal in Folge gewann.
Die mutmaßlich beste Nachricht vor Turnierbeginn hat nichts mit Fußball zu tun: Pünktlich zum Start des Teckbotenpokals soll die seit Ende Juni gesperrte Kreisstraße zwischen Dettingen und Nabern wieder für den Verkehr freigegeben werden. Lediglich die Umleitungsbeschilderung bleibt aus organisatorischen Gründen noch bis Montag stehen. pet

