Feuer auf freiem Feld
Brennende Heuballen in Unterensingen: Feuerwehr stundenlang im Einsatz

Erst am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr verlassen die Einsatzkräfte den Brandort.

Die brennenden Strohballen in Unterensingen haben zu einem Großeinsatz der feuerwehr geführt. Foto: SDMG

Unterensingen. Die rund 200 brennenden Heu- und Strohballen auf dem freien Feld in Unterensingen haben die Feuerwehrleute mehrere Stunden in Atem gehalten. „Die letzten Kräfte haben das Feld gegen 6.30 Uhr verlassen“, sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Ralf Bader am Montagmorgen. Um den Brand zu bekämpfen, hatte man am Sonntagabend zwei Schlauchleitungen vom nahegelegenen Baggersee bis zum Brandort verlegt. Einer der Leitungen wurde laut Bader auch nach dem Abzug der Feuerwehrleute vor Ort belassen. „Wir lassen jetzt erst einmal das Feuer ausqualmen“, sagt Bader. Falls erneute Flammen sichtbar würden, werde „nachalarmiert“. Die Polizei werde häufiger einen Streifwagen an der Brandstelle vorbeischicken.

Mehr als 100 Einsatzkräfte

Die meterhohen Flammen auf dem Feld, die in der Nacht von weitem sichtbar waren, verlangte den Feuerwehrleuten einiges ab. „Wir haben die Kräfte gegen 1.30 Uhr noch einmal ausgetauscht“, erklärt Bader. Einsatzkräfte aus Wendlingen und Zizishausen hätten die Brandbekämpfung fortgeführt. Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte verschiedener Wehren vor Ort. Der Alarm war am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Der Brand hatte auch einige Schaulustige zum Feld in Sichtweite der B313 angelockt. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Die Polizei geht aber nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Der Polizeiposten Wendlingen hat laut einer Pressemitteilung die Ermittlungen aufgenommen. Immer wieder hatte es in den vergangenen Jahren auf Feldern in der Nähe von Unterensingen gebrannt. Zuletzt war es am 23. August auf zwei Wiesengrundstücken zwischen der Bergstraße und der Brunnenstraße in Unterensingen zu einem Flächenbrand gekommen. Die Polizei geht beim aktuellen Brand, bei der Heuballen auf einer Länge von 30 Metern in Flammen standen, von einem Sachschaden von mehreren zehntausend Euro aus.