Betriebsplan
Der Neidlinger Wald trägt sich fast selbst

Der Holzeinschlag liegt im Plan, der Wald bleibt finanziell stabil, und das Hutewald-Projekt wird fortgeführt.

Die Holzernte fiel im Neidlinger Wald dieses Jahr erneut durchschnittlich aus. Archivfoto: Jean-Luc Jacques

Der Betriebsplan 2026 für den Neidlinger Wald sieht Einnahmen von 59.700 Euro und Ausgaben von 60.500 Euro vor. Damit decken die Erlöse aus dem Holzverkauf nahezu alle Kosten – inklusive Forstverwaltung, Verkehrs­sicherung sowie Steuern und Versicherungen. Es bleibe ein kleiner Verlust von 800 Euro, sagte Försterin Julia Usenbenz im Neidlinger Gemeinderat. Der Holzeinschlag liege im Plan. Laut der zehnjährigen Planung ist von 2017 bis einschließlich 2026 ein Einschlag von insgesamt 11.300 Festmetern vorgesehen. Bis Ende 2025, also nach neun Jahren, sind davon 10.135 Festmeter erreicht.

Auch 2025 war mit rund 1000 Festmetern ein normales Holz­erntejahr. Besondere Ereignisse waren ein Waldbrand und der Absturz eines Kleinstflugzeuges am 29. März. Außerdem gab es erneut eine Baumspende – beim Pflanzen halfen diesmal Neidlinger Schülerinnen und Schüler mit.

Das vor zehn Jahren gestartete Projekt „Hutewald“, einer besonderen Form der Waldweide, wird die Gemeinde Neidlingen weiterhin unterstützen, und zwar auf der bestehenden Fläche von rund 16 Hektar. Es kommen keine weiteren Flächen hinzu, es werden aber auch keine weggenommen. Das beschloss der Gemeinderat mit großer Mehrheit. Ursprünglich war das Projekt auf 19 Hektar ausgelegt. Drei Hektar wurden bei einer Evaluation im Jahr 2021 aus dem Projekt genommen, weil sie sich – im Gegensatz zu den anderen Flächen – als nicht geeignet erwiesen hatten.