Wahl
Fünf Bewerber für das Amt des Bürgermeisters

Am Sonntag stimmt die Bempflinger Bürgerschaft über die Nachfolge von Amtsinhaber Bernd Welser ab. Nach 16 Jahren als Verwaltungschef hat er nicht erneut kandidiert.

Der Chefsessel im Bempflinger Rathaus muss neu besetzt werden. Fünf Kandidaten stehen bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 9. November, auf dem Stimmzettel. Foto: Gemeinde Bempflingen

Bempflingen. In der 3300-Einwohner-Gemeinde Bempflingen treten am kommenden Sonntag, 9. November, fünf Kandidaten für das Bürgermeisteramt zur Wahl an. Für Bernd Welser (parteilos) soll nach 16 Jahren an der Spitze der Verwaltung Schluss sein. Der Mittfünfziger könnte zwar noch einmal eine volle Amtszeit von acht Jahren absolvieren, wolle aber aus persönlichen Gründen nicht noch einmal kandidieren, hatte er Anfang des Jahres mitgeteilt. Am 2. Februar 2026 wird er seinen Stuhl im Bempflinger Rathaus räumen. Wer wird sein Nachfolger? Diese fünf Bewerber haben ihren Hut in den Ring geworfen: Thorsten Feisthammel, Bernhard Frasl, Daniel Hentschel, Frank Lindner und Daniel Friesch. 

Der 41-jährige Thorsten Feisthammel wohnt zwar in Metzingen, ist aber in Bempflingen bekannt: Der zweifache Vater war lange Dirigent der Stammkapelle des Musikvereins, dessen Vorsitzender er ist. Der Filialleiter eines Möbelhauses ist vielfältig ehrenamtlich und als früheres CDU-Mitglied auch kommunalpolitisch auf Stadt- und Kreisebene aktiv.

Bernhard Frasl (49) wohnt seit 1988 in Bempflingen, ist verheiratet und Vater von Zwillingen. Seit zehn Jahren arbeitet er als technischer Berater im Außendienst und engagiert sich im Ehrenamt: Frasl ist Vorsitzender des Bezirks­imkervereins Nürtingen und war dreieinhalb Jahre zweiter Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule auf Mauern.

Daniel Hentschel ist gebürtiger Bempflinger, hat dort Kindergarten und Grundschule besucht. Nun lebt er mit Frau und Sohn in Unterensingen. Er hat International Business mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsverwaltung und Veränderungsmanagement studiert, war als leitender Angestellter in einem großen Unternehmen tätig. Aktuell ist der 35-Jährige in Elternzeit.

Frank Lindner (43) ist in Großbettlingen aufgewachsen und wohnt mit seiner Familie in Hülben. Nach Schreinerlehre, Ausbildung zum Mediengestalter und einem Verwaltungsstudium ging er zur Stadt Stuttgart. Dort ist er als Verwaltungsleiter des Hochbauamts tätig. Er engagiert er sich seit vielen Jahren für die CDU in der Kommunalpolitik, tritt aber als unabhängiger Kandidat an.

Der 28-jährige Daniel Friesch lebt in Bempflingen. Nach fünf Semestern Data-Science-Studium arbeitet er nun als Markt- und Sozialforscher bei einem Forschungsinstitut. Ehrenamtlich engagiert er sich für „Die Partei“, ist Generalsekretär des Landesverbands und zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes. In seiner Freizeit spielt er Bowling in der ersten Bundesliga.

Rund 2840 Wahlberechtig­te sind an diesem Sonntag zum Urnengang aufgerufen. Ob dann schon eine Entscheidung fällt, bleibt abzuwarten. Bürgermeister in Bempflingen wird derjenige, der beim ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhält. Schafft das niemand, findet am Sonntag, 30. November, eine Stichwahl statt, zu der laut neuem Wahlrecht nur die beiden Kandidaten mit der höchsten Stimmenzahl zugelassen sind.