Bei der Stromerzeugung via Photovoltaik hat die Stadt Kirchheim noch Luft nach oben. Die Förderung von sogenannten PV-Freiflächenanlagen ist politisch gewollt. Angestrebt werden derartige Anlagen vor allem entlang großer Straßen oder Schienenstränge. Wer die Autobahn 8 Richtung München fährt, kennt solche Solarparks, die in Bayern aufgrund anderer Rechtslage schon länger möglich sind.
In Kirchheim wurde jetzt unter anderem eine Fläche südlich der ICE Trasse zwischen den Ausfahrten Kirchheim-Ost und Aichelberg als geeignet befunden. Es handelt sich um ein relativ kleines Areal von etwa 3,7 Hektar. Etwas mehr als die Hälfte befindet sich im Besitz der Bahn, zwei kleine Teile gehören der Stadt und der Autobahn GmbH, und 14,7 Ar sind in privater Hand und verteilen sich wiederum auf 17 Eigentümer. Einige von ihnen haben bereits Interesse signalisiert, ihre Grundstücke zu verkaufen.
Momentan werden die Flächen landwirtschaftlich genutzt. Die Beweidung durch Ziegen und Schafe könnte, wie die Jesinger Ortschaftsratsvorsitzende Gabriele Armbruster im Umweltausschuss mitteilte, beibehalten werden, denn der Boden wird unter PV-Freiflächenalagen nicht versiegelt. Durch den Bau der Bahntrasse wurde der lehmige Grund in den vergangenen Jahren stark strapaziert.
Mittlerweile wurden auch eine Genossenschaft und eine Firma auf das Gewann „Langhecke“, das auf Jesinger Gemarkung liegt, aufmerksam. Sie möchten das Areal pachten oder kaufen und dort Anlagen erstellen. „Der Weg ist vorgezeichnet“, fasste Oberbürgermeister Pascal Bader das Bestreben zusammen, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. Für die Stadt bestehe hier die Chance, sich konstruktiv einzubringen und die verschiedenen Interessen zu koordinieren.
Im September hatte bereits ein erstes Treffen mit den Eigentümern stattgefunden, für Juli ist eine zweite Runde geplant.

