Mit einem prall gefüllten Programm startet der Kirchheimer Kulturring ins Jahr 2026. Kulturbürgermeisterin Christine Kullen, Kulturringleiterin Sandra Linsenmayer und Kathrin Fröscher-Schwell von der Stadtverwaltung machen deutlich: Inhaltlich wie strukturell soll das kommende Kulturjahr ein besonderes werden.
2025 konnten viele neue Kulturinteressierte gewonnen werden – „insbesondere auch junges Publikum“, betont Kullen. Fürs kommende Jahr habe sich der Kulturring vorgenommen, die Angebotsvielfalt nochmals zu erweitern – auch über Kooperationen mit lokalen Kulturschaffenden wie der Kirchheimer Musikschule. Deren traditionelles „Podium junger Künstler“ bereichert am 10. Mai in der Ötlinger Eduard-Mörike-Halle die Abo-Konzertreihe und unterstreicht die enge Verzahnung mit der örtlichen Kulturszene. Wehmut aber bleibt: Die Stadthalle steht derzeit sanierungsbedingt nicht zur Verfügung. „Wir vermissen die Stadthalle als zentralen Ort der Kirchheimer Kultur sehr“, sagt Kullen. Doch es gibt Hoffnung: Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen dort wieder die Veranstaltungen der Abo-Reihe stattfinden.
Dass der Kulturring deutlich stärker auf Vernetzung setzt, zeigt Sandra Linsenmayer beim Blick in das neue Programm. So wird erstmals mit der Kirchheimer Familien-Bildungsstätte zusammengearbeitet, die in ihren Räumen zwei Veranstaltungen für kleinere und größere Kinder ermöglicht. Eine weitere Premiere ist die Kooperation mit dem Club Bastion für die Music-Comedy-Show „Mixtape und Bandsalat“. Die augenzwinkernde Reise in die Welt der 1980er-Jahre ist am 16. Oktober zu erleben. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei und dem Kirchheimer Literaturbeirat wird intensiviert. Unter dem Titel „Text und Töne spezial“ lädt ein literarisch-musikalischer Abend am 4. September in die Stadtbücherei, wo verschiedene Epochen der Literatur zum Leben erweckt werden.
Zu den Höhepunkten des kommenden Jahres zählt Linsenmayer eine Busausfahrt, die am 30. April Theaterfreunde nach Melchingen führt. Im Theater Lindenhof steht das Stück „Halbe Hütte“ auf dem Programm – eine pointiert erzählte, humorvolle Auseinandersetzung mit dem Thema „land grabbing“ in der Provinz. Ein stimmungsvoller Kontrast dazu ist der große Big-Band-Abend mit Wolfgang Seljé am 4. Dezember in der Stadthalle, der ganz im Zeichen des legendären Frank Sinatra stehen wird. Insbesondere Schüler dürfen sich auf den 4. März freuen: Dann wird in der Gemeindehalle Jesingen die Bühnenfassung von Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ gezeigt, der Prüfungsstoff im Abitur ist.
Parallel zum Programm des Kulturrings hat das Kirchheimer Fachforum Kultur für 2026 ein eigenes Jahresthema beschlossen: „Kinder.Jugend.Kultur“. Wie Kathrin Fröscher-Schwell erläutert, gehe es darum, Kultur für und von jungen Menschen stärker in den Mittelpunkt zu rücken: „Wir wollen Kindern und Jugendlichen eine kulturelle Stimme geben.“ Eine Übersichtsseite auf der städtischen Homepage ist bereits online. Das Spektrum der beteiligten Partner ist groß: Vereine, Initiativen, freie Kulturschaffende und Ehrenamtliche stemmen Theateraufführungen, Konzerte, Workshops, Ausstellungen und Mitmachformate. Ziel sei es, „die Vielfalt kultureller Angebote für junge Menschen sichtbar zu machen, zu stärken und gemeinsam weiterzuentwickeln“, so Fröscher-Schwell.
Hier gibt es Tickets
Karten für Kulturring-Veranstaltungen sind bei der Kirchheim-Info, Max-Eyth-Straße 15, oder online über Reservix erhältlich. Wer Kirchheims Kulturprogramm regelmäßig verfolgen möchte, kann dies über ein Kulturring-Abonnement tun, erhältlich in der Geschäftsstelle des Kulturrings in der Wollmarktstraße 48 oder per E-Mail an a.krieger@kirchheim-teck.de.

